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Neuruppin: Altes Kaufhaus versteigert

Erfolgreiche Auktion Neuruppin: Altes Kaufhaus versteigert

Das einstige Magnet-Kaufhaus in der Neuruppiner Innenstadt ist am Wochenende in Berlin versteigert worden. Das Mindestgebot von 45 000 Euro hielt nicht lange. Letztlich kam das ehemalige Kaufhaus für 94 000 Euro unter den Hammer. Versteigert wurde zudem ein Grundstück, über das das Kaufhaus jahrelang beliefert wurde.

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Das einstige Kaufhaus Magnet in Neuruppin hat einen neuen Eigentümer.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Das ehemalige Kaufhaus Magnet in der Neuruppiner Innenstadt ist am Sonnabend für 94 000 Euro versteigert worden. Das Mindestgebot für das seit Jahren leer stehende Gebäude in der Karl-Marx-Straße, das zwischen 1920 und 1930 errichtet wurde, hatte bei 45 000 Euro gelegen – weil sich das Haus in einem stark sanierungs- und modernisierungsbedürftigen Zustand befindet. So müssen beispielsweise die Heizungs- und Sanitäranlagen erneuert werden.

Wer der neue Eigentümer des einstigen Kaufhauses ist und welche Pläne dieser für das markante Gebäude hat, das konnte Auktionator Michael Plettner nicht sagen. Hat doch die Deutsche Grundstücksauktionen AG am Freitag und Sonnabend im Berliner Abba-Hotel insgesamt mehr als 70 Immobilien aus zehn Bundesländern versteigert.

Strittige Erbschaftsfragen sind inzwischen geklärt

Das ehemalige Magnet-Kaufhaus war bereits 2011 Michael Fürmann versteigert worden – für 30 000 Euro. Der Unternehmer aus Aalen, der in Neuruppin aufgewachsen und in Baden-Württemberg mit einem Geschäft für Heizung, Lüftung und Sanitär zu Geld gekommen war, wollte in dem einstigen Kaufhaus Büroräume vermieten, Veranstaltungen anbieten und ein gläsernes Dachcafé einrichten. Doch wegen nicht geklärter Ansprüche möglicher Erben kam es nicht dazu. Als Fürmann im Oktober 2015 starb, machte seine Witwe den Kaufvertrag rückgängig (die MAZ berichtete).

Weil inzwischen die jahrelang strittigen Erbschaftsfragen geklärt werden konnten, kam das markante Gebäude nun erneut unter den Hammer. An das Kaufhaus, in dem zuletzt eine Drogerie untergebracht war, können sich viele Neuruppiner noch gut erinnern. Nicht nur, weil sie dort jahrelang eingekauft haben. Hinzu kommt, dass es wenige Meter entfernt ein Unglück gegeben hatte, als das Kaufhaus im September 1969 den Status „Magnet-Kaufhaus“ erhielt. Von einem sowjetischen Hubschrauber aus sollten als Höhepunkt Flugblätter über der Innenstadt abgeworfen werden. Doch der Hubschrauber flog vermutlich zu tief und stürzte deshalb in den Innenhof eines Hauses der Virchowstraße. Die drei Mann Besatzung starb.

Mehrfamilienhaus wechselt für 110 000 Euro den Besitzer

Versteigert wurde am Sonnabend in Berlin übrigens ebenfalls ein Mehrfamilienhaus in der Neuruppiner Robert-Koch-Straße. Über dieses Grundstück war das Magnet-Kaufhaus jahrelang beliefert worden. Für das Mehrfamilienhaus mit ausgebautem Dachgeschoss lag das Mindestgebot bei 75 000 Euro. Da es eine ganze Reihe von Bietern gab, konnte es für 110 000 Euro versteigert werden.

Für das Mehrfamilienhaus in der Robert-Koch-Straße 4 gab es ebenfalls mehrere Interessenten

Für das Mehrfamilienhaus in der Robert-Koch-Straße 4 gab es ebenfalls mehrere Interessenten.

Quelle: Peter Geisler

Von Andreas Vogel

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