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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Bald freie Fahrt auf Engelsstraße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Bald freie Fahrt auf Engelsstraße
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02:16 04.09.2015
Jede Fuge wird einzeln mit der Hand bearbeitet. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Autofahrer haben auf Neuruppins Friedrich-Engels-Straße ab 21. September vorerst wieder freie Fahrt. Bis dahin, so kündigte Baudezernent Arne Krohn am Dienstag an, sollen die Baustellenschilder abgebaut sein. Eigentlich hätten die Arbeiten auf dem Straßenteilstück über dem unterirdischen Klappgraben schon in dieser Woche beendet sein sollen. Doch die hochsommerliche Hitze verzögerte die Arbeiten. Weil der Spezialbeton, der zur Sicherung des maroden Klappgrabens im Erdreich eingesetzt werden musste, nur bei Temperaturen unter 25 Grad verbaut werden konnte, konnten diese Arbeiten erst mit mehr als zwei Wochen Verspätung beginnen. Mehrere Wochen braucht der Beton zudem, um auszuhärten.

Problematisch auch: Im Kreuzungsbereich von Friedrich-Engels- und Schinkelstraße müssen die Straßenbauer besonders hochwertige und aufwändige Materialien verbauen. Weil der Klappgraben dort sehr nah an der Straßenoberfläche liegt, entschieden sich die Planer für spezielle Pflastermaterialien. Die Straßenbauer müssen derzeit jede Fuge einzeln mit der Hand bearbeiten – das frisst Zeit.

Die Dauerbaustelle stellt Autofahrer auf eine harte Probe. Quelle: Peter Geisler

Nach der Übergabe des Straßenstücks sollen die kleinen Straßen östlich der Friedrich-Engels-Straße zur verkehrsberuhigten Zone werden, kündigte Krohn ebenfalls an. Autofahrer auf der Fischbänken-, der Erich-Mühsam-, der Post- oder der Klosterstraße dürfen dann nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren. Wichtig ist nach Einschätzung Krohns vor allem aber: Wer künftig von dort in die Friedrich-Engels-Straße einbiegen will, muss die Vorfahrt beachten. „Das ändert sich.“ Ebenfalls verkehrsberuhigtes Areal: die Berg-, die Siechen, die Kommissions- und die Leineweberstraße.

Unterirdischer Klappgraben erwies sich als größtes Problem

Eigentlich waren die Arbeiten auf dem jetzt ausgebauten Stück der Friedrich-Engels-Straße noch gar nicht für diesen Sommer geplant gewesen. Im vergangenen Jahr stellte sich jedoch heraus, dass der um 1790 erstellte Klappgraben so marode ist, dass das Gewölbe an einigen Stellen kaum noch tragfähig war. „Alles, was zur Stabilität wichtig war, war verloren gegangen“, sagte Gerald Brose von den Neuruppiner Stadtwerken, die die Sanierung übernahmen. „Wir mussten akut handeln.“ Noch ist offen, wer – Stadtwerke oder Landkreis – die aufwändige Sanierung des Klappgrabens bezahlt. Entscheidend ist, ob der Klappgraben als Fließgewässer oder als Abwassergraben gewertet wird. Darüber muss das Verwaltungsgericht Potsdam befinden. Eine Entscheidung steht allerdings noch aus.

Die bloßen Straßenbauarbeiten kosten 470 000 Euro. Wie sehr die hochwertigen Materialien die Kosten in die Höhe getrieben haben, ließ die Stadtverwaltung am Dienstag offen. Nach dem verzögerten Abschluss der Bauarbeiten können sich Autofahrer darauf freuen, dass es künftig mehr Parkplätze auf dem Streckenabschnitt gibt – bis zu 15 mehr als bisher, schätzt Krohn.

Von Frauke Herweg

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