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Neuruppin: Bau des Containerdorfs beginnt

Mehr Unterkünfte für Flüchtlinge Neuruppin: Bau des Containerdorfs beginnt

Auf dem Gelände der ehemaligen Panzerkaserne zwischen Neuruppin und Alt Ruppin soll in dieser Woche der Bau eines Containerdorfes für etwa 250 Asylbewerber beginnen. Nebenan entsteht gerade ein Wohnheim für etwa 100 Menschen. Wie viele Flüchtlinge in diesem Jahr zu erwarten sind, weiß noch niemand.

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Das ehemalige Gebäude der LEB auf dem Gelände der alten Panzerkaserne in Neuruppin wird als Heim für 100 Flüchtlinge umgebaut.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Nach dem großen Andrang Ende 2015 kommen zurzeit nur wenige Flüchtlinge in den Landkreis Ostprignitz-Ruppin. 1382 Menschen auf der Flucht hat der Landkreis im gesamten vergangenen Jahr aufgenommen. Zwischen 40 und 50 Menschen kamen seit Beginn dieses Jahres neu hinzu – viele, weil ihre Familien schon hier leben.

Auf wie viele Menschen sich die Kreisverwaltung 2016 insgesamt einstellen muss, ist zurzeit noch völlig unklar. Neue Zahlen gab es vom Land schon lange nicht mehr. „Zuletzt hieß es, wir würden im Februar welche bekommen“, sagte Vize-Landrat Werner Nüse am Mittwoch in Neuruppin. Bis jetzt liegen jedoch keine Daten vor, nicht einmal informelle. „Aber der Februar ist ja auch noch nicht um“, sagt Dezernentin Waltraud Kuhne, die für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig ist.

Im vergangenen Jahr hatte der Landkreis beschlossen, das Gebäude der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) auf dem Gelände der ehemaligen Panzerkaserne zwischen Neuruppin und Alt Ruppin zu einem weiteren Flüchtlingsheim umzubauen. Die LEB hatte ihren Standort zuvor aufgegeben. Jetzt haben die Arbeiten dort begonnen. Firmen sind gerade dabei, alte Einbauten herauszureißen, um das Haus danach als Quartier für 100 Flüchtlinge herzurichten.

Wohnmodule aus Holz für 250 Menschen

Noch in dieser Wochen sollen auch die Bauarbeiten für das geplante Containerdorf starten, das ebenfalls auf dem Gelände der Panzerkaserne entstehen soll. Die Wohnmodule aus Holz für 250 Menschen liefert eine Firma aus Wittstock. Werner Nüse rechnet damit, dass die Arbeiten etwa bis Ende April, Anfang Mai dauern werden. Erst dann können dort Asylbewerber einziehen.

Schon früher endet der Vertrag für die Flüchtlingsunterkunft in Gnewikow. Das Jugenddorf hatte sich im vergangenen Jahr zum zweiten Mal bereit erklärt, Räume als Notquartier zur Verfügung zu stellen – allerdings nur befristet. Die Menschen sollten Ende Februar wieder ausziehen, weil das Jugenddorf die Räume dann selbst braucht. Doch so schnell ist offenbar keine andere Unterkunft zu finden. „Wir verhandeln gerade mit dem Jugenddorf über eine Verlängerung um einen weiteren Monat“, sagt Waltraud Kuhne. Wenn möglich, würde der Landkreis die Räume gern bis Ende März mieten.

Auch mit dem Schullandheim in Schweinrich hat sich die Kreisverwaltung auf eine Verlängerung bis Ende März geeinigt. Dort sind zurzeit Kinder und Jugendliche untergebracht, die ohne Familie auf der Flucht hierher verschlagen wurden. Auch das dürfe auf keinen Fall zur Dauerlösung werden, sagt Waltraud Kuhne. Über den Sommer sollten die Räume wieder als Schullandheim genutzt werden.

Landkreis nutzt zurzeit 182 Wohnungen für 751 Flüchtlinge

Nach wie vor ist es das oberste Ziel, Flüchtlinge und Asylbewerber nicht in Heimen unterzubringen, sondern zuerst in Wohnungen. 182 Wohnungen hat der Landkreis bisher dafür gemietet, in ihnen leben 751 Menschen. Aktuell führt die Kreisverwaltung Gespräche über etwa 90 weitere Wohnungen. „Vor allem in den Bereichen Wittstock und Kyritz“, so Waltraud Kuhne.

Mit der Planung weiterer großer Unterkünfte tut sich die Kreisverwaltung dagegen gerade schwer, solange unklar ist, wie viele Flüchtlinge 2016 zu erwarten sind. „Wir treten da gerade auf die Bremse“, sagt Nüse: Solche Projekte seien schließlich sehr teuer.

Von Reyk Grunow

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