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Neuruppin: Containerdorf für 220 Flüchtlinge

Kreis baut mehr Notquartiere Neuruppin: Containerdorf für 220 Flüchtlinge

Auf dem Gelände der ehemaligen Panzerkaserne in Neuruppin soll in den nächsten Monaten ein Containerdorf als Notunterkunft für etwa 220 Menschen auf der Flucht entstehen. Das bestätigte Landrat Ralf Reinhardt am Mittwoch. Der Auftrag für den Bau wurde bereits vergeben.

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Viele Gebäude der ehemaligen Panzerkaserne stehen seit den 90er Jahren leer. Sanierung wäre sehr teuer. Daneben soll nun erst einmal ein Containerdorf für Flüchtlinge entstehen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Bis Mitte 2016 soll auf dem Gelände der ehemaligen Panzerkaserne in Neuruppin ein Containerdorf für etwa 220 Flüchtlinge entstehen. „Der Auftrag ist vergeben“, bestätigte Landrat Ralf Reinhardt am Mittwoch auf Nachfrage, ohne zu sagen, welches Unternehmen den Zuschlag bekommen hat.

Lange hatte sich der Landrat gegen diese Art der Unterbringung gewehrt, jetzt sieht der Kreis aber offenbar keine andere Möglichkeit mehr. Bis das Containerdorf zur Verfügung steht, wird es jedoch noch Monate dauern. Der konkrete Plan sei noch in der Abstimmung, so Reinhardt: „Aber wir streben an, dass alles etwa im zweiten Quartal 2016 fertig wird.“

Zurzeit geht die Kreisverwaltung davon aus, dass in den kommenden Monaten die meisten Flüchtlinge und Asylsuchenden, die Ostprignitz-Ruppin zugewiesen bekommt, auch untergebracht werden können. In diesen Tagen konnten weitere Wohnungen bezogen werden, vor allem in Rheinsberg und Lögow. „Die fehlenden Möbel sind gerade geliefert worden“, sagte der Landrat am Mittwoch. Die Flüchtlinge sind dabei, sie aufzubauen.

Wie viele Unterkünfte bis zum Ende des Jahres genau noch gebraucht werden, ist unklar. Immer wieder ziehen einzelne Asylbewerber auch weiter, die hier in der Region untergebracht waren – unter anderem nach Schweden. Dadurch werden Plätze für andere Flüchtlinge frei. Die Entwicklung ist nicht vorhersehbar, sagt Reinhardt: „Da ist sehr viel Dynamik drin, deswegen bin ich vorsichtig mit Schätzungen.“

Landrat Ralf Reinhardt

Landrat Ralf Reinhardt.

Quelle: Andreas Vogel

Der Landrat geht aber davon aus, dass sich das Problem der Unterkünfte in diesem Jahr noch bewältigen lässt. „Engpässe entstehen, wenn es so weiter anhält, im zweiten Quartal“, sagt er. Wohl auch, weil manche Notquartiere für die Winterzeit dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Unter anderem hatte die Stiftung der Deutschen Kreditbank das Jugenddorf Gnewikow als Übergangslösung angeboten – allerdings nur bis Februar. Dann müssten die Menschen, die dort ein erstes Dach über dem Kopf gefunden haben, wieder umziehen. Mit dem Deutschen Jugendherbergswerk verhandelt der Kreis gerade über eine ähnliche Lösung für die Jugendherberge in Prebelow. Das Gebäude kommt grundsätzlich infrage, sagt Reinhardt. Spruchreif ist die Unterbringung dort aber nicht.

Unklar ist auch noch, was aus den Plänen wird, weitere Gebäude der alten Panzerkaserne in Neuruppin für Flüchtlinge umzubauen. Der Kreis bereitet dafür zwar die Ausschreibung vor – ist sich aber über das Prozedere noch nicht im Klaren. Die Sanierung ist teuer.„Am besten wäre, es findet sich ein privater Investor, der das selbst entwickelt und von dem wir dann mieten könnten“, sagt Reinhardt. Noch gibt es keine Entscheidung. Sicher ist nur, dass in den früheren Räumen der Ländlichen Erwachsenenbildung 120 Plätze für Asylbewerber entstehen sollen. Dieses Projekt und der Bau des Containerdorfes haben Priorität.

Von Reyk Grunow

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