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Ostprignitz-Ruppin Das schnelle Internet wird noch schneller
Lokales Ostprignitz-Ruppin Das schnelle Internet wird noch schneller
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00:37 01.06.2018
Das schnelle Internet soll auch in Ostprignitz-Ruppin noch schneller werden. Aber erst muss der Bund noch zustimmen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die gute Nachricht ist, dass der Bund beim Ausbau des Breitbandnetzes für schnelles Internet in schlecht versorgten Gebieten noch einmal nachlegen will. Demnach sollen ab sofort Glasfaserkabel bis zur Haustür verlegt werden – damit wäre eine Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabyte je Sekunde möglich. Das ist ungleich schneller als der bisher geplante Ausbau auf Datenraten von 30 bis 50 Mbits je Sekunde.

Der bisherige Zeitplan verschiebt sich

Allerdings gibt es auch einen Haken an der Sache. Denn noch hat der Bund dieser Änderung nicht zugestimmt. Das wird vermutlich erst bei der Verabschiedung des Bundeshaushalts passieren. Das bedeutet, dass sich der bisherige Zeitplan verschiebt. Gleichwohl wäre Christian Fahner, der Geschäftsführer der regionalen Wirtschaftsfördergesellschaft REG froh, wenn der Bund beim Versorgen mit schnellem Internet jetzt vorrangig auf Glasfaser setzt und nicht länger auf Kupferkabel. „Man spart sich bei der Modernisierung mindestens zwei Schritte“, sagte Fahner am Mittwochabend beim Wirtschaftsausschuss des Kreistages in Neuruppin.

Höhere Kosten

Völlig offen ist derzeit aber, wann denn die Arbeiten für das hyperschnelle Internet in Ostprignitz-Ruppin beginnen können und wie teuer das eigentlich wird. Bisher gibt es einen Förderbescheid für den Landkreis über 18 Millionen Euro. Dieser Betrag wird für das Verlegen der Glasfaserleitungen bis vor die Haustür jedoch nicht reichen. Das ist klar. Wie teuer es nun aber werden wird und ob der Bund den Förderbescheid nun aufstocken wird, das steht noch nicht fest. Auch diese Fragen klären sich erst, wenn der Bund den Haushaltsplan verabschiedet. Wirtschaftsförderer Fahner ist jedoch vorsichtig optimistisch, dass der Bund noch einmal Geld nachschießen wird. Immerhin sprudeln derzeit die Steuereinnahmen. Allein von 2016 zu 2017 gab es laut Bundesfinanzministerium ein Plus von gut vier Prozent. „Wir bekommen ein deutlich besseres und schnelleres Internet“, so Fahner.

2016 hatten erst 51 Prozent der Haushalte schnelles Internet

Das ist auch dringend notwendig. Hatte doch der Tüv Rheinland 2016 bei einer Studie festgestellt, dass seinerzeit nur 51 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin über schnelles Internet von mindestens 50 Mbit je Sekunde verfügen. Das liegt sowohl unter dem Durchschnitt des Landes (57 Prozent) als auch des Bundes (71 Prozent). Der Landkreis hatte deshalb beim Bundeswirtschaftsministerium einen Förderantrag gestellt, um bis Ende 2018 etwa 97 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin mit schnellem Internet versorgen zu können. Dafür sollten 118 neue sogenannte Kabelverzweiger gebaut sowie 165 bestehende mit Glasfaserleitungen ausgestattet werden, die maximal 600 Meter von den Haushalten entfernt sein sollten. Mit diesen Arbeiten wird nun aber gewartet, um gleich generell auf die schnelleren Glasfaserleitungen setzen zu können – immer vorausgesetzt, der Bundeshaushalt wird entsprechend nachgebessert.

Nachrüstungen für andere Regionen im Gespräch

Auch für Bewohner in den Regionen, die schon jetzt mit Datenraten von 30, 50 oder 100 Mbits je Sekunde im Internet surfen können, soll sich in absehbarer Zeit etwas ändern. Denn in den Ministerien werde gemunkelt, dass in einer weiteren Phase auch diese Gebiete mit Glasfaseranschlüssen nachgerüstet werden sollen, sagte Fahner.

Zuvor geht es aber erst einmal darum, die Kosten für den nun möglichen mit Glasfaserleitungen in Landkreis zu ermitteln. Das könnte bis Jahresende gelingen.

Von Andreas Vogel

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