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Neuruppin: Dem Feuer unversehrt entkommen

Großbrand am Montag hat Geschäft zerstört Neuruppin: Dem Feuer unversehrt entkommen

Burkhardt Kaldun hat bei dem Großbrand in Neuruppin am Montag sein Geschäft verloren. Sich konnte er gerade noch rechtzeitig retten, als der Brand ausbrach. Dass er lesen musste, er sei verletzt worden, hat ihn dann allerdings irritiert.

Neuruppin, Fehrbelliner Straße 133 52.91636 12.80127
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Reitsattel geklaut

Das Geschäftshaus ist bei dem Brand völlig zerstört worden.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Sein Firmenschild hat überlebt. Die Tafel, die gleich neben der Eingangstür an der Wand hing, scheint nicht einmal einen Kratzer abbekommen zu haben. Der Rest von Burkhardt Kalduns Laden ist in Flammen aufgegangen. Sechs Jahre lang hat er seinen Computerservice in der Fehrbelliner Straße 133 in Neuruppin betrieben. Am Montag hat das Feuer rasend schnell alles vernichtet.

Vom Parkplatz des benachbarten Supermarktes musste der Unternehmer mit ansehen, wie sich die Flammen zuerst durch das Dach mit einer dicken Lage Teerpappe und dann weiter durch das gesamte Gebäude fraß. Die Feuerwehr konnte gerade noch rechtzeitig ihre Fahrzeuge in Sicherheit bringen, bevor wenige Sekunden später die riesigen Schaufenster unter dem Druck der Hitze mit lautem Knacken zerplatzten.

Burkhardt Kaldun konnte sich vor dem Feuer retten

Burkhardt Kaldun konnte sich vor dem Feuer retten. Sein Geschäft wurde aber völlig zerstört.

Quelle: Reyk Grunow

Der Ladenbesitzer wurde nicht verletzt

Von der Einrichtung des Computerladens ist nur eine schwarze, verkohlte Masse geblieben. Die Regale sind Gerippe. Nur das Schild am Eingang ist völlig unbeschadet. „Und so unbeschadet wie das Schild bin ich auch“, sagt der Ladenbesitzer.

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6. Juni 2016 – Am Montagnachmittag ist in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) das Dach eines Geschäftshauses in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus und war mehrere Stunden mit dem Löschen der Flammen beschäftigt. Das Feuer wurde offenbar bei Arbeiten an dem Dach ausgelöst. Über der Stadt stand zeitweise eine schwarze Rauchwolke.

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Überrascht hatte er in der Zeitung gelesen, der Verkäufer des Geschäftes sei bei dem Feuer verletzt worden. Geschäftspartner, Freunde und Verwandte haben sich besorgt bei ihm gemeldet. Doch die Sorgen, sagt Kaldun, sind ganz unberechtigt: „Mir ist gar nicht passiert.“ Offenbar gab es bei der ersten Meldung der möglichen Verletzten eine Verwechslung. Burkhardt Kaldun gehörte jedenfalls nicht dazu. Wie und wo es mit seinem Computerservice weitergeht, will er in einigen Wochen klären, wenn auch feststeht, wer für den Schaden aufkommen muss.

Schwarzer Rauch zog auch durch verschlossene Türen und Fenster

Eines der beiden angrenzenden Wohnhäuser bleibt weiter zum Teil gesperrt. Zwei Wohnungen können dort gar nicht genutzt werden. Sie grenzen direkt an das Gebäude, das durch das Großfeuer am Montag zerstört wurde. Der Rest des Hauses darf zwar grundsätzlich bewohnt werden. Allerdings hat das Feuer auch dort Spuren hinterlassen. Eine klebrige schwarze Schicht hat sich auf die gesamte Einrichtung gelegt; der Rauch war selbst durch geschlossene Türen und Fenster bis in die letzten Winkel gekrochen.

Unterdessen geht die Diskussion weiter, wie die Neuruppiner sich angemessen bei den Frauen und Männern der freiwilligen Feuerwehren aus Neuruppin und Fehrbellin für ihren Einsatz bedanken können. Im Internet gibt es etwa den Vorschlag einer großen Party für die Feuerwehrleute, für die viele Neuruppiner etwas kochen oder spenden könnten.

Eine MAZ-Leserin hatte auch vorgeschlagen, viele Menschen sollten bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung Blumen für die Feuerwehrleute vorbeibringen. Doch das wurde inzwischen wieder verworfen. Die Suche nach Ideen geht auch im Rathaus weiter.

Von Reyk Grunow

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