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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Der Kreis setzt auf neue Technik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Der Kreis setzt auf neue Technik
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00:24 07.12.2015
Die Retter in Ostprignitz-Ruppin sind in ländlichen Regionen oft erst nach 15 Minuten am Einsatzort. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Damit die Retter in Ostprignitz-Ruppin die vorgeschriebene Hilfsfrist von 15 Minuten künftig öfter als bisher einhalten, will die Kreisverwaltung auch mit der Polizei sprechen. Denn die Beamten aus Neuruppin, Kyritz, Wittstock und Rheinsberg sind landesweit am schnellsten am Einsatzort, während die Sanitäter in Ostprignitz-Ruppin am häufigsten in der Mark die Hilfsfrist verpassen „Wir werden auch bei der Polizei nachfragen, wie die fahren“, sagte Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) am Donnerstagabend beim Kreistag.

Zudem will sich der Kreis anschauen, wie die Uckermark ihren Rettungsdienst organisiert. Die Uckermark ist ähnlich ländlich strukturiert wie Ostprignitz-Ruppin und hat keinen direkten Anschluss an den Speckgürtel von Berlin. Gleichwohl hielten die Retter die Hilfsfrist von 15 Minuten im vergangenen Jahr in 94,72 Prozent der Notfälle ein, Ostprignitz-Ruppin schaffte das 2014 in lediglich 89 Prozent der Fälle – und ist damit Schlusslicht im Land Brandenburg (die MAZ berichtete).

Simulation: Beim echten Einsatz kommt es auf Sekunden an Quelle: Peter Geisler

Vize-Landrat Nüse ist darüber nicht glücklich. Immerhin müssen die Retter laut Gesetz in 95 Prozent der Notfalleinsätze innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein. Der SPD-Mann verwies aber darauf, dass die Retter in Ostprignitz-Ruppin bereits deutlich schneller geworden sind. Demnach war die Hilfsfrist 2004 nur in 73,4 Prozent aller Noteinsätze eingehalten worden, 2009 betrug die Quote 83,6 Prozent, seit 2011 liegt sie zwischen 88 und 89,5 Prozent. In diesem Jahr könnte die Quote über die 90-Prozent-Marke klettern. Denn bei den gut 8300 Noteinsätzen, die bis zum 22. November gefahren wurden, sei die Hilfsfrist in 90,71 Prozent der Fälle eingehalten worden, sagte Nüse. Es ist auch weniger ein Problem, die Hilfsfrist in den Städten einzuhalten. Das ist in diesem Jahr in Neuruppin in bisher 97,3 Prozent der Noteinsätze gelungen. Auch in Wittstock (98,4 Prozent) und Rheinsberg (96,6 Prozent) gelingt das. Doch wenn die Retter in die Dörfer ausrücken müssen, sind sie häufig nicht innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort.

Der Landkreis will sich deshalb demnächst auch mit den Krankenkassen abstimmen, ob das Organisationsgutachten zu den Rettungswachen im Landkreis fortgeschrieben werden soll. Die letzten Gutachten stammen aus den Jahren 2005 und 2009. Nüse deutete an, dass das Papier 2016 oder 2017 überarbeitet werden könnte. Zudem setzt die Verwaltung auf neue Technik: Ab Ende nächsten Jahres will die zentrale Leitstelle in Potsdam alle Einsatzfahrzeuge per GPS-System über die jeweils kürzeste Strecke zum Einsatzort leiten. „Die Leitstelle hat schon jetzt einen Mitarbeiter für das Qualitätsmanagement eingestellt“, sagte Nüse. Dieser kümmert sich vor allem um das Aufarbeiten von Einsätzen, bei denen die Retter zunächst fehlgeleitet wurden – sei es wegen fehlerhafter Angaben der Anrufer oder falschen Anweisungen der Leitstelle.

Von Andreas Vogel

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