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Ostprignitz-Ruppin Der Kreis will Millionen investieren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Kreis will Millionen investieren
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19:13 31.08.2018
Kämmerer Arne Kröger.
Neuruppin

Der Landkreis will im nächsten Jahr rund 14 Millionen Euro für Investitionen ausgeben. Dabei sollen etwa 60 Prozent für Arbeiten an Straßen sowie in Schulen, Kitas und Horte in den Städten und Gemeinden ausgegeben werden. Das geht aus den ersten Eckpunkten für den Kreishaushalt 2019 hervor, über die Kämmerer Arne Kröger jetzt informierte.

Glasfaserkabel bis vor die Haustür

Demnach will der Kreis auch die Anstrengungen von Bund und Land für den Ausbau schneller Internetverbindungen unterstützen und seinen Eigenanteil deutlich erhöhen, und zwar von 1,8 Millionen auf rund vier Millionen Euro. Dann könnten Glasfaserkabel bis zur Haustür verlegt werden. Damit wäre eine Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabyte je Sekunde möglich. Das ist deutlich schneller als der bisher geplante Ausbau auf Datenraten von 30 bis 50 Mbits je Sekunde.

Allerdings müsse der Kreistag dem höheren Eigenanteil noch zustimmen, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Der Kreiswirtschaftsausschuss hat das bereits getan. Einstimmig. Reinhardt geht deshalb davon, dass auch der Kreistag keine Probleme damit hat. Schließlich soll trotz des höheren Eigenanteils die Kreisumlage nicht steigen. Vielmehr soll diese Umlage, die die Ämter, Städte und Gemeinden an den Landkreis überweisen, im nächsten Jahr maximal 43 Prozent betragen. Das hat auch Kreiskämmerer Kröger betont.

Zeitplan ist nicht mehr zu halten

Der Tüv Rheinland hatte 2016 bei einer Studie festgestellt, dass seinerzeit nur 51 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin über schnelles Internet von mindestens 50 Mbit je Sekunde verfügen. Das liegt sowohl unter dem Durchschnitt des Landes (57 Prozent) als auch des Bundes (71 Prozent). Der Kreis hatte deshalb beim Bund eine Förderung beantragt, um bis Ende 2018 etwa 97 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin mit schnellen Internet versorgen zu können.

Dieser Zeitplan ist zwar nicht mehr zu halten, doch sollen künftig deutlich schnellere Datenraten als ursprünglich geplant möglich sein. Einzige Bedingung ist, dass der Kreis den kommunalen Anteil an den Kosten für den Ausbau erhöht.

Sondersitzung geplant

Reinhardt will, dass der Bund möglichst schnell erfährt, dass Ostprignitz-Ruppin seinen Eigenanteil für den Ausbau des schnellen Internets erhöhen wird. „Sonst gibt es Engpässe bei den Firmen.“ Deshalb ist für Ende Oktober eine Sondersitzung des Kreisfinanzausschusses geplant.

Von Andreas Vogel

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