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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Eine Plaudertasche als Geschenk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Eine Plaudertasche als Geschenk
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02:17 25.12.2015
Silke Hasse, Leiterin der Tagespflege, mit dem neuen Spiel. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Spielerisch in Erinnerung schwelgen und dabei ihr Gedächtnis möglichst lange fit halten, das können die Gäste der Diakonie-Tagespflege in der Neuruppiner Bahnhofstraße seit Dienstag mit einem neuen Spiel. Dieses heißt „Plaudertasche“ und hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke als Geschenk mitgebracht. Denn die 20 Senioren, die regelmäßig zur Tagespflege kommen, feierten am Dienstag im großen Aufenthaltsraum schon mal ihr Weihnachtsfest.

„Das Spiel wurde extra für die Altenhilfe und für Menschen, die an Demenz leiden, entwickelt“, freute sich der Neuruppiner Diakonie-Chef Werner Böhm. Die Gedächtnisübungen sollen Erfolgserlebnisse schaffen, das Gemeinschaftsgefühl stärken und einfach zum Plaudern und Erzählen anregen. Denn etwa drei Viertel der Gäste, die von den Mitarbeitern der Tagespflege in Neuruppin betreut werden, leben allein – entweder, weil sie keine Angehörigen mehr haben oder weil diese hunderte Kilometer entfernt wohnen und ihre Verwandten nur selten besuchen.

Die Senioren, die sich zu den geselligen Runden in der Bahnhofsstraße treffen, sind zwischen 65 und 90 Jahre alt. Sie kommen nicht allein aus der Fontane­stadt, sondern ebenfalls aus Wildberg, dem Amt Lindow und der Stadt Rheinsberg. Zwei Kraftfahrer sorgen dafür, dass sie pünktlich zum Gemeinschaftstreff da sind. Die Fahrer achten auch darauf, dass ihre Gäste vor dem Verlassen der Wohnung den Herd ausgemacht haben, sagte Böhm.

Der Mittagsschlaf fiel aus

Bei der Tagespflege gibt es einen genauen Tagesablauf. Doch dieser wurde ignoriert: Der Mittagsschlaf fiel aus. Immerhin schaute nicht allein der Bundestagsabgeordnete vorbei, der mit den Senioren sogar einige Weihnachtslieder sang. Vielmehr sorgte etwas später auch ein Unterhaltungskünstler für die passende Musik zur Weihnachtszeit. Das wollten sich die Gäste der Tagespflege nicht entgehen lassen.

„Hier wird eine gute Arbeit gemacht“, betonte Steineke. Dass der CDU-Politiker ausgerechnet die Diakonie-Tagespflege besucht hat, ist kein Zufall. Der Jurist wohnt in der Nachbarschaft. „Ich gehe fast jeden Tag an der Diakonie vorbei.“ Zudem habe er wissen wollen, wie die Pflege im ländlichen Raum derzeit organisiert und gestaltet wird. Immerhin wird es angesichts der demografischen Entwicklung künftig wohl immer mehr ältere Menschen in der Region geben.

Das Diakonische Werk Ostprignitz-Ruppin betreibt seit zwei Jahren in Dreetz im Amt Neustadt eine weitere Tagespflege mit 20 Plätzen sowie in Neustadt ein Seniorenzentrum. Dort gibt es neben einer Senioren-Wohngemeinschaft mit zehn Plätzen sieben behindertengerechte Wohnungen sowie zwölf Plätze in der Tagespflege.

Von Andreas Vogel

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