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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Es geht weiter aufwärts
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Es geht weiter aufwärts
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00:17 04.02.2016
Die sogenannte Fehrbelliner Vorstadt, zu der das Wohngebiet Sonnenufer gehört, ist offenbar besonders attraktiv. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Radensleben hat es diesmal besonders getroffen. Kein anderer Ortsteil von Neuruppin und kein Wohngebiet in der Stadt hat 2015 mehr Einwohner verloren. 33 waren es in Radensleben, sagt die Einwohnerstatistik aus dem Rathaus fürs vergangene Jahr. Mit 517 Einwohnern ist Radensleben nach Alt Ruppin (2540) und Wulkow (560) immer noch der drittgrößte Ortsteil der Fontane­stadt. Warum ausgerechnet sein Dorf im vergangenen Jahr sechs Prozent der Einwohner verloren haben soll, stellt Ortsvorsteher Hardy Richter vor ein Rätsel. „Ich kann mir das nicht erklären“, gibt er unumwunden zu: „Eigentlich hatten wir doch sogar relativ viele Geburten.“ Und viele leerstehende Wohnungen oder Grundstücke gibt es auch nicht im Dorf.

Radensleben ist allerdings nicht der einzige Ortsteil, der Einwohner verloren hat. Auch in Wuthenow, Gühlen-Glienicke und Alt Ruppin ging die Zahl laut neuesten Bevölkerungsdaten aus dem Rathaus 2015 leicht zurück. Insgesamt haben die Ortsteile demnach 46 Einwohner verloren – das sind nicht einmal ein Prozent.

Insgesamt ist die Fontanestadt jedoch erneut gewachsen. Zum dritten Mal in Folge lag die Einwohnerzahl am 31. Dezember über der des Vorjahres, wenn auch nur ganz leicht. Lebten 2014 noch 31 259 Menschen in Neuruppin, so waren es Ende 2015 immerhin 31 315.

Die Fontanestadt widersetzt sich damit weiter der Entwicklung, wie sie vom Land vorhergesagt wird. Zwar hat die Landesregierung ihre Bevölkerungsprognose bis 2030 erst vor Kurzem leicht nach oben korrigiert. Trotzdem geht das Land weiter davon aus, dass Neuruppin nach einem leichten Anstieg deutlich an Einwohnern verlieren wird.

Offenbar wird Neuruppin als Wohnort immer attraktiver. Im vergangenen Jahr sind fast 200 Menschen mehr in die Fontanestadt umgezogen, als von dort fortgezogen sind. Insgesamt verzeichnet die Stadtverwaltung 1570 Zu- und 1372 Wegzüge. Besonders attraktiv ist offenbar die Fehrbelliner Vorstadt, das Areal zwischen Fehrbelliner Straße und See, zu dem unter anderem das Wohngebiet Sonnenufer gehört. Zudem profitiert Neuruppin von der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen. 2015 haben sich 92 Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit mehr als neue Bürger angemeldet, als von hier wieder fortgezogen sind.

Dass die Einwohnerzahl von Neuruppin trotzdem nur um 56 gestiegen ist, liegt wohl an der „natürlichen Entwicklung“: daran, dass mehr Menschen sterben als Kinder geboren werden.

Von Reyk Grunow

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