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Neuruppin: Europa-Projekt am OSZ endet

Jugendarbeitslosigkeit Neuruppin: Europa-Projekt am OSZ endet

Sie waren in Italien, Spanien, Portugal und Östereich: Schüler der Neuruppiner Oberstufenzentrums haben im Rahmen des Europa-Projekts „23 % – Who cares?“, einem Projekt zur Jugendarbeitslosigkeit, in Gastfamilien gelebt. Zum Abschluss des Projektes besuchen derzeit 28 Schüler und Lehrer der Partnerschulen Gastfamilien in Neuruppin und Umgebung.

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Waren in Spanien und Italien: OSZ-Schülerinnen Sarah Hille, Kim Kassandra Henke und Natalie Heinrich (v. l.)

Quelle: Frauke Herweg

Neuruppin. Handyspielereien und lautes Geplauder im Unterricht – Kim Kassandra Henke war überrascht, was in einer italienischen Unterrichtsstunde alles möglich ist. Im Mai vergangenen Jahres verbrachte die 18-jährige OSZ-Schülerin im Rahmen eines EU-Projektes eine Woche in Rom. Die Wallitzerin lebte in einer Gastfamilie und kam mit einer überraschenden Erkenntnis zurück – die Strenge des deutschen Schulsystems hat möglicherweise auch ihre Vorteile.

Seit September 2014 nimmt das Oberstufenzentrum (OSZ) an dem Erasmus-Projekt „23% - Who cares?“ teil, einem Projekt, das sich mit der Jugendarbeitslosigkeit in Europa auseinandersetzt. OSZ-Schüler reisten für Gastaufenthalte nach Spanien, Italien, Portugal und Österreich. Das Interesse, ein oder zwei Monate in Rom, Vall d´ Alba (Spanien) oder Moura (Portugal) zu verbringen, sei groß gewesen, sagt Projektkoordinatorin Christiane Ewe – auch wenn einigen Schüler ein zweimonatiger Aufenthalt zu lang erschien. Eigentlich alle kehrten mit positiven Erfahrungen zurück. „Sie haben jetzt erst mal keine Angst mehr zu gehen“, sagt Ewe. Gerade für Schüler aus dem ländlichen Raum sei es eine Herausforderung gewesen, für einige Wochen woanders zu leben. „Wir haben ihnen Mut gemacht.“

Zum Abschluss Projektwoche am OSZ

Zum Abschluss des Projekts veranstaltet das Oberstufenzentrum seit Montag eine Projektwoche, an der insgesamt 28 Schüler und Lehrer aus Österreich, Spanien, Italien und Portugal teilnehmen. Beim gestrigen Auftakt stellten die Schüler ihre jeweiligen Schulen vor und erkundeten anschließend Neuruppin. In den kommenden Tagen besuchen sie die Potsdamer Uni, die Neuruppiner Arbeitsagentur sowie Betriebe der Region. Zum Auftakt warb Landrat Ralf Reinhardt, der selbst über ein Erasmus-Programm ein Jahr in Norwegen verbracht hat, für ein Studium an der Medizinischen Hochschule in Neuruppin. „Vielleicht kommen Sie ja eines Tages zurück nach Neuruppin.“

Aus Österreich sind Tanja Reitgruber und Anika Graf angereist. Während die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, Italien und Portugal deutlich höher ist als im europäischen Durchschnitt, ist die Situation dort vergleichsweise komfortabel. Dennoch blicken die beiden 18-jährigen nicht ganz sorglos in ihre berufliche Zukunft. Im Rahmen des Projektes wollen sie ihre Englisch-Kenntnisse verbessern und Kontakte knüpfen. „Wir nutzen einfach mal die Chance“, sagt Reitgruber.

Jugendarbeitslosigkeit hat verschiedene Gründe

Während des Projekts lernten die Schüler auch, wie man Bewerbungen schreibt. Auch die länderspezifischen Gründe für die Jugendarbeitslosigkeit waren Thema im Unterricht. Kim Kassandra Henke, die eine Woche in Rom verbrachte, war überrascht, wie sehr Karrierechancen in Italien vom familiären Umfeld abhängen. „Oft übernehmen Kinder die Jobs ihrer Eltern.“

Von Frauke Herweg

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