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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fontane als Herausforderung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fontane als Herausforderung
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13:56 26.02.2018
Ganz Deutschland soll 2019 auf Theodor Fontane blicken – und auf die Fontanestadt Neuruppin. Quelle: Julian Stähle
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Neuruppin

Seit Freitag ist es offiziell: Neuruppin soll zentraler Ort für die landesweiten Feiern zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes 2019 werden. Das hat der Landtag beschlossen. Für Neuruppin eine große Chance – aber auch eine enorme Verantwortung. Bis zum Frühjahr erwartet der Landtag von der Landesregierung ein Konzept für die Feiern 2019.

Und die Regierung erwartet, dass Neuruppin zuliefert – schnell. „Ich denke, das muss bis September passieren“, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke. Die Rheinsbergerin hatte sich besonders dafür stark gemacht, dass Neuruppin zentraler Feierort wird und nicht Potsdam. Noch scheint sich Neuruppin mit der Aufgabe aber schwer zu tun.

Fest steht, dass es 2019 im Museum eine große Fontane-Ausstellung geben soll, die weit über die Grenzen des Landes für Aufsehen sorgen soll. Gestaltet wird sie maßgeblich von den Mitarbeitern des Museums. Für sie dürfte die Ausstellung eine Herausforderung werden. Erst recht, nachdem sich Neuruppin gerade von seinem Museumsleiter getrennt hat. Die Stelle ist zwar schon wieder ausgeschrieben. Bis ein neuer Leiter eingestellt ist, vergehen aber noch Monate.

Festspiel-Organisatoren wollen auch 2019 mitspielen

Ganz unvorbereitet ist Neuruppin allerdings nicht. Frank Matthus als einer der vier künstlerischen Leiter wollte vor einer Woche im städtischen Sozialausschuss wissen, welche Rolle die Fontane-Festspiele denn 2019 spielen sollen. „Wir würden gerne den Fontane-Geburtstag 2019 gestalten“, stellte er für die Festspielmacher klar.

Doch dazu müssten sie auch schnell wissen, was die Stadt denn erwartet. Sollen die Festspielmacher das ganze Konzept erarbeiten oder nur eine Rolle unter vielen spielen? Matthus: „Man bereitet sich auf eine Reise anders vor, wenn man weiß, man fährt nach Rom, als wenn man weiß, man fährt nach Rostock.“

Dass die Fontane-Festspiele 2019 eine wichtige Rolle spielen, steht für Neuruppins Sozial- und Kulturdezernenten Thomas Fengler außer Frage. Doch die Stadt erwartet erst einmal, dass das Land sagt, wie viel Geld bereitsteht. „Erst müssen wir wissen, womit man rechnen kann“, sagt Fengler: „Dann ist es an der Zeit, darüber zu reden, was 2019 wirklich möglich ist.“

Erste Eckpunkte eines Konzeptes für 2019 stehen schon fest

Ulrike Liedtke hält das für den falschen Weg. „Das ist völliger Quatsch“, sagt sie. Zuerst müsse das Konzept für das Fontane-Jubiläum stehen. Erst dann kann die Stadt Geld beantragen: „Neuruppin muss sich jetzt ranhalten.“

Stadtsprecher Heiko Rähse sieht aber keinen Grund zur Sorge. „Die Grobplanung ist zum September machbar“, sagt er. Zwar steht noch nicht das komplette Programm für ein Dreiviertejahr voller Kultur. Aber die Eckpunkte seien gesetzt: die Leitausstellung im Museum, ein „Fontane Camp“ für Jugendliche auf dem Braschplatz, das Reiseliteraturtreffen „Neben der Spur“ und das Fontane-Lyrik-Projekt aus dem Festspielprogramm.

Zudem verhandelt die Stadt mit dem Kulturministerium über eine abgespeckte Variante der Fontane-Festspiele für 2018, um die Lücke bis 2019 nicht zu groß werden zu lassen.

Von Reyk Grunow

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