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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fontane als Riesen-Kunstwerk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fontane als Riesen-Kunstwerk
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18:55 09.02.2016
Ottmar Hörl mit der Fontane-Figur, die er in 400-facher Ausfertigung vor die Pfarrkirche stellen will. Quelle: Christoph Busse
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Neuruppin

Mit einer außergewöhnlichen Kunstaktion will Neuruppin in diesem Jahr für sich als Geburtsstadt Theodor Fontanes werben. Veranstaltungsmanager Andreas Vockrodt ist es gelungen, den international bekannten Künstler Ottmar Hörl für die Fontanestadt zu begeistern. Er ist Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und zugleich deren Präsident. In den vergangenen Jahren hatten seine In­stallationen immer wieder für Aufsehen gesorgt, weltweit.

„Seine Werke kennen viele, auch wenn vielleicht nicht jeder seinen Namen kennt“, sagt Vock­rodt. Ottmar Hörl gilt als einer der wichtigsten Konzeptkünstler Deutschlands. Eine seiner bekanntesten Arbeiten ist regelmäßig in den Nachrichten zu sehen: Ein riesiges Euro-Zeichen, von Sternen umgeben, das vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank steht.

Für Neuruppin hat sich Ottmar Hörl mit Fontane beschäftigt. Bis Mai lässt er etwa 400 Skulpturen des Wanderers anfertigen, die in einer Freiluftausstellung vor der Pfarrkirche zu sehen sein werden. Die knapp einen Meter großen Figuren bestehen aus Kunststoff und sollen noch für Neuruppin werben, wenn das Kunstprojekt längst beendet ist.

Ottmar Hörl will Kunst für jedermann entwerfen

Ähnliche Installationen hatte Hörl schon in anderen Städten geschaffen. Vor dem Dom in Aachen stellte er 2014 mehr als 400 Figuren von Karl dem Großen in leuchtendem Purpur und in Gold auf, ausgerichtet in einem strengen Raster. Im Jahr 2000 war in Berlin ein Feld aus 10 000 Bären von ihm zu sehen. Im Auftrag des Landes Hessen entwickelte Hörl 2015 zum Jubiläum der Deutschen Einheit eine Wanderausstellung mit Hunderten Ampelmännchen, die quer durch Deutschland reiste.

Eulen nach Athen tragen: Zu den Olympischen Spielen 2004 ließ Ottmar Hörl 10 000 Eulen für eine Installation in der griechischen Hauptstadt herstellen. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Installationen bestehen nur auf Zeit. Auf der Grünfläche vor der Pfarrkirche sollen die 400 Fontane-Figuren vom 8. bis zum 22. Mai zu sehen sein. Parallel dazu findet in der Pfarrkirche eine Retrospektive zum Werk Ottmar Hörls statt. Die Ausstellung bleibt bis 10. Juli geöffnet, kündigte Vockrodt an.

Die Kunststoff-Figuren werden nach zwei Wochen abgebaut, doch sie sollen nicht verschwinden. Ottmar Hörl sucht regelmäßig Paten für seine Werke. Jeder soll sich ein Stück Kunst leisten können. Auch deshalb arbeitet er mit vergleichsweise billigen Plastik. Jeder kann eine Figur oder auch mehrere kaufen und nach dem 22. Mai signiert in Empfang nehmen. 350 Euro kostet jeder Fontane bis zum 10. Juli. Hörl finanziert alle Skulpturen vor und hofft, das Geld durch den Verkauf später zurückzubekommen. In Aachen war der Andrang so enorm, dass sogar noch zusätzliche Figuren gegossen werden mussten.

Kontakt: Potenzielle Fontane-Paten können sich ab sofort bei Andreas Vock­rodt per E-Mail unter info@kulturkirche-neuruppin.de oder telefonisch unter  0172/3 60 82 58 melden.

Von Reyk Grunow

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