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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fotoaktion mit 175 Kindern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fotoaktion mit 175 Kindern
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00:18 06.07.2017
„Die schönste Schnecke Neuruppins, Brandenburgs, Europas“: Kinder formieren sich zu einem Abschlussbild, Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Noch nie hat Fotokünstler Jan von Holleben mit einer so großen Gruppe von Kindern gearbeitet. Im Rahmen des Kinder- und Jugendliteraturfestivals „Querfeldzwei“ veranstaltete der Berliner Bildkünstler am Montag auf dem Neuruppiner Braschplatz eine Foto­aktion mit 175 Kindern. An seinem bekannten Wimmelbuch hatten 50 Kinder mitgewirkt. In den meisten anderen Inszenierungen deutlich weniger.

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Kinder- und Jugendliteraturfestival „Querfeldzwei“ in Neuruppin. Am dritten Festivaltag gestaltete Fotokünstler Jan von Holleben auf dem Braaschplatz der Fontanestadt drei Bilder aus 200 auf dem Rasen des Platzes liegenden Schulkindern. Holleben fotografierte von einer Feuerwehrleiter senkrecht nach unten.

Von Holleben, der meist im Studio aus großer Höhe fotografiert, arbeitete auch in Neuruppin von einem Hubsteiger aus. Gemeinsam mit seinem Team formierte er die auf dem Boden liegenden Kinder zu Mustern. Zu einer Schnecke, zu einem Huckepackrennen, zu Pyramiden, die so aussehen, als würden sie von dem jeweils kleinsten Kind der Klasse getragen. „Der Kleinste ist der Stärkste“, sagt von Holleben, der Kindern in anderen Fotoprojekten bereits als fliegende Supermänner inszeniert hat.

Etwa eine Viertelstunde dauert es, bis alle Kinder in den richtigen Positionen liegen. Von Hollebens Assistentin Anna Schäflein und ihre Helfer drapieren Beine, Arme und Füße. Hier ist noch ein unerwünschter Zwischenraum zu sehen. Da liegt ein Kinderturm noch viel zu starr. Dann ein Foto. Von Holleben will die Geduld und die Konzentration der Neun- bis Zwölfjährigen nicht überstrapazieren. „Es ist auch anstrengend, auf dem Boden zu liegen.“

Projekt für möglichst viele Kinder

Die Festivalmacher Uta Bartsch und Otto Wynen hatten von Holleben nach Neuruppin eingeladen, weil sie seine Bildarbeiten aus Kinderbüchern und Magazinen schätzen. Den ursprünglichen Vorschlag des 1977 geborenen Fotografen– mit Bildern von Kindern ein literarisches Motiv zu illustrieren – verwarfen sie allerdings wieder. „Dann hätte nur eine Schulklasse bei der Fotoaktion mitmachen können“, sagt Uta Bartsch. „Wir haben ihn deshalb gebeten, sich eine Aktion zu überlegen, die noch ein wenig größer ist.“

Bis zum Ende der Woche sollen die Lehrer der beteiligten Neuruppiner und Flecken Zechliner Schulklassen Fotos von den Inszenierungen bekommen. Bartsch möchte einige Bilder zudem gern bei der Abschlussveranstaltung des Festivals am Sonntag zeigen.

Auch Eileen wird sich auf einem der Fotos entdecken. Als Kleinste ihrer Klasse hatte sie sich so auf den Boden legen sollen, dass es aussah, als würde sie den Rest ihrer Klasse wegtragen – 15 Schüler insgesamt. „Ich hatte anfangs ein bisschen Angst“, sagt sie. „Alle haben sich auf mich verlassen.“ Nach der Fotoaktion ist die zwölfjährige Montessori-Schülerin jedoch begeistert. Die Kleinste ist die Stärkste. So, findet sie, kann man das auch mal sehen.

Von Frauke Herweg

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