Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Neuruppin: Fotoaktion mit 175 Kindern

Neuruppin Neuruppin: Fotoaktion mit 175 Kindern

Im Rahmen des Kinder- und Literaturfestivals „Querfeldzwei“ veranstaltete der Berliner Bildkünstler Jan von Holleben eine Fotoaktion mit 175 Kindern. Auf dem Braschplatz fotografierte er Schulklassen aus Neuruppin und Flecken Zechlin. Ein Ausschnitt dieser Bilder soll bei der Abschlussveranstaltung des Festivals zu sehen sein.

Voriger Artikel
Kindertheater-Premiere in Rheinsberg
Nächster Artikel
Hubschrauberlandeplatz entsteht

„Die schönste Schnecke Neuruppins, Brandenburgs, Europas“: Kinder formieren sich zu einem Abschlussbild,

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Noch nie hat Fotokünstler Jan von Holleben mit einer so großen Gruppe von Kindern gearbeitet. Im Rahmen des Kinder- und Jugendliteraturfestivals „Querfeldzwei“ veranstaltete der Berliner Bildkünstler am Montag auf dem Neuruppiner Braschplatz eine Foto­aktion mit 175 Kindern. An seinem bekannten Wimmelbuch hatten 50 Kinder mitgewirkt. In den meisten anderen Inszenierungen deutlich weniger.

966df4be-5fe6-11e7-8c27-82a1648f064a

Kinder- und Jugendliteraturfestival „Querfeldzwei“ in Neuruppin. Am dritten Festivaltag gestaltete Fotokünstler Jan von Holleben auf dem Braaschplatz der Fontanestadt drei Bilder aus 200 auf dem Rasen des Platzes liegenden Schulkindern. Holleben fotografierte von einer Feuerwehrleiter senkrecht nach unten.

Zur Bildergalerie

Von Holleben, der meist im Studio aus großer Höhe fotografiert, arbeitete auch in Neuruppin von einem Hubsteiger aus. Gemeinsam mit seinem Team formierte er die auf dem Boden liegenden Kinder zu Mustern. Zu einer Schnecke, zu einem Huckepackrennen, zu Pyramiden, die so aussehen, als würden sie von dem jeweils kleinsten Kind der Klasse getragen. „Der Kleinste ist der Stärkste“, sagt von Holleben, der Kindern in anderen Fotoprojekten bereits als fliegende Supermänner inszeniert hat.

Etwa eine Viertelstunde dauert es, bis alle Kinder in den richtigen Positionen liegen. Von Hollebens Assistentin Anna Schäflein und ihre Helfer drapieren Beine, Arme und Füße. Hier ist noch ein unerwünschter Zwischenraum zu sehen. Da liegt ein Kinderturm noch viel zu starr. Dann ein Foto. Von Holleben will die Geduld und die Konzentration der Neun- bis Zwölfjährigen nicht überstrapazieren. „Es ist auch anstrengend, auf dem Boden zu liegen.“

Projekt für möglichst viele Kinder

Die Festivalmacher Uta Bartsch und Otto Wynen hatten von Holleben nach Neuruppin eingeladen, weil sie seine Bildarbeiten aus Kinderbüchern und Magazinen schätzen. Den ursprünglichen Vorschlag des 1977 geborenen Fotografen– mit Bildern von Kindern ein literarisches Motiv zu illustrieren – verwarfen sie allerdings wieder. „Dann hätte nur eine Schulklasse bei der Fotoaktion mitmachen können“, sagt Uta Bartsch. „Wir haben ihn deshalb gebeten, sich eine Aktion zu überlegen, die noch ein wenig größer ist.“

Bis zum Ende der Woche sollen die Lehrer der beteiligten Neuruppiner und Flecken Zechliner Schulklassen Fotos von den Inszenierungen bekommen. Bartsch möchte einige Bilder zudem gern bei der Abschlussveranstaltung des Festivals am Sonntag zeigen.

Auch Eileen wird sich auf einem der Fotos entdecken. Als Kleinste ihrer Klasse hatte sie sich so auf den Boden legen sollen, dass es aussah, als würde sie den Rest ihrer Klasse wegtragen – 15 Schüler insgesamt. „Ich hatte anfangs ein bisschen Angst“, sagt sie. „Alle haben sich auf mich verlassen.“ Nach der Fotoaktion ist die zwölfjährige Montessori-Schülerin jedoch begeistert. Die Kleinste ist die Stärkste. So, findet sie, kann man das auch mal sehen.

Von Frauke Herweg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg