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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fotoserie zeigt Handwerkerhände
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Fotoserie zeigt Handwerkerhände
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17:56 10.02.2016
Die Gerberhände fertigen aus rohen Tierhäuten Leder. Quelle: Walter Schönenbröcher
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Neuruppin

Die Hände auf den Fotos sind mehr als nur bloße Körperteile. Sie stehen im Fokus und verbinden das Können des Handwerkers mit seiner Leidenschaft, seinem Beruf. Leidenschaft ist auch genau das, was der Fotograf Walter Schönenbröcher aus Köln in seinen Bildern zum Ausdruck bringen wollte. Am Montag eröffnete er gemeinsam mit der Handwerkskammer Cottbus und der Initiative Kulturland Brandenburg die Wanderausstellung „HANDwerk“, die ihre erste Station im Alten Gymnasium in Neuruppin hat.

26 gerahmte Bilder hängen dort in beiden Foyers aus. Während der Führung durch die Ausstellung erklärte Schönenbröcher, wie er an die verschiedenen Handwerker kam und welche Geschichten hinter den Schwarz-Weiß-Aufnahmen stecken. Der erste Handwerker, den Schönenbröcher für seine Serie fotografiert hat, war ein Hufschmied. „Mir wurde schnell bewusst, dass ich zuerst eine Beziehung zu dem Menschen aufbauen muss“, sagte der Wahl-Cottbuser. Es gehe eben nicht um die reine mechanische Tätigkeit der Hände, sondern um den Prozess und darum, dass derjenige mit Leib und Seele dabei ist. Dafür waren Geduld und Wertschätzung gefragt. „Diese Erfahrung habe ich letztlich bei jedem Handwerker gemacht“, so Schönenbröcher.

Zu Besuch bei Reifendrehern, Uhrenmachern und Geigenbauern

Zwei bis drei Stunden lang hat der Fotograf deshalb mit den Protagonisten, die aus Deutschland, Spanien und Großbritannien stammen, über das Handwerk gesprochen. „Dabei musste ich visuelle Merkmale erkennen und für das Foto in Zusammenhang bringen“, erklärte er. Seine Werke bestechen vor allem wegen des Kontrastreichtums und der Schärfe. Sie zeigen Details der Hände und auch der Werkstoffe, die bei der Arbeit im Einsatz sind. Schönenbröcher reiste in verschiedene Regionen und auch Länder, um besondere Handwerker wie einen Reifendreher, Uhrmacher oder Geigenbauer zu finden.

Der Reifendreher aus Seiffen bei seiner einzigartigen Arbeit. Quelle: Walter Schönenbröcher

Doch auch Brandenburger Betriebe kommen unter den Auserwählten vor, zum Beispiel ein Karosseriebauer aus Cottbus und ein Potsdamer Chocolatier. Etwa 40 000 Handwerksbetriebe gibt es im ganzen Land, so Christoph Schäfer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus. „Der Fachkräftemangel geht natürlich nicht an uns vorbei“, sagte er. Die Wanderausstellung zeigt aus seiner Sicht, dass das Handwerk schon immer innovativ war und deshalb für Berufseinsteiger auch immer noch reizvoll ist. „Handwerk ist nicht nur stupides Dahinarbeiten, sondern auch Kopfwerk“, sagte Schäfer.

Nicht nur Fotos, sondern auch Grafiken

Neben den Fotos hängen auch elf Grafiken aus. „Das sind Bilder aus mehreren Fotos, die den Schaffensprozess zeigen sollen“, erklärte Schönenbröcher. Die Arbeitsschritte überlappen einander und es braucht eine Weile, um zu erkennen, welche Elemente dargestellt sind. Hergestellt wurden sie mit einer Pigmentdrucktechnik.

Hinweis: Die Ausstellung ist bis zum 1. März zu den regulären Öffnungszeiten im Alten Gymnasium Neuruppin zu sehen und zieht danach für einen Monat in den Landtag nach Potsdam um.

Von Luise Fröhlich

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