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Neuruppin: Frauen tanzen für ihre Rechte

Flashmob zu „One Billion Rising“ Neuruppin: Frauen tanzen für ihre Rechte

Etwa 50 Mädchen und Frauen haben sich am Montagvormittag auf dem Neuruppiner Schulplatz eingefunden, um sich mit einem Tanz an der weltweiten Protestaktion „One Billion Rising“ zu beteiligen. Mit dem Tanz demonstrierten sie ihre Haltung gegen Gewalt an Frauen. Die meisten von ihnen waren Schülerinnen der Evangelischen Schule, die sogar ihre Pause dafür opferten.

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Auf den Handflächen stand groß „Stop!“ geschrieben.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Als die ersten Töne aus den Lautsprechern über den Schulplatz schallten, nahmen auch die letzten Mädchen und Frauen schnell ihre Positionen ein. Trotz des ungemütlichen Niesel­regens verwandelte sich Neuruppins Innenstadt für fünf Minuten in eine große Bühne. Die Akteurinnen tanzten, sangen, klatschten und wurden damit Teil der weltweiten Aktion „One Billion Rising“, die sich gegen Gewalt an Frauen ausspricht.

Die meisten Tänzerinnen sind Schülerinnen der Evangelischen Schule und kamen in der Pause auf den Schulplatz. Zum dritten Mal organisierte der Verein „Neuruppiner Frauen für Frauen“ gemeinsam mit der Evangelischen Schule den Tanz. Die Sportlehrerinnen Susanne Kikel und Sandra Priesemuth sind von Anfang an dabei. „Wir haben uns damals zusammen gefunden, weil wir wollten, dass sich Neuruppin an der Aktion beteiligt“, sagt Kikel. Am Freitag fand ein offener Trainingstag in der Sporthalle der Evangelischen Schule statt, bei dem die Choreografie einstudiert und geprobt wurde.

Laut UN-Statistik wurde weltweit jede dritte Frau zum Opfer

Eve Ensler, Künstlerin und Feministin aus New York, hat die Kampagne im September 2012 gegründet. Jährlich sind seitdem Mädchen und Frauen aufgerufen, um den 14. Februar an „One Billion Rising“ (Eine Milliarde erhebt sich) teilzunehmen. Hintergrund dazu ist, dass laut UN-Statistik jede dritte Frau weltweit bereits Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt geworden ist. Jede dritte Frau bedeutet etwa eine Milliarde betroffener Frauen insgesamt.

„Ich hatte gehofft, dass noch mehr Frauen kommen und mittanzen“, sagte Michaela Rönnefahrt vom Frauenhaus. Im vergangenen Jahr waren es immerhin 80. „Dass es heute weniger sind, ist sicher hauptsächlich dem Wetter geschuldet“, meinte sie. Dennoch ließen sich die Tänzerinnen nicht die Laune verderben und zeigten ihre Choreografie zur offiziellen deutschen Version der One-Billion-Rising-Hymne „Spreng die Ketten“. Für die Schülerinnen sei die deutsche Version besser als die originale auf Englisch, weil sie so besser verstehen, wofür sie überhaupt tanzen, so Rönnefahrt. Die Organisatoren hatten auch andere Neuruppiner Schulen angesprochen, doch am Ende beteiligten sich nur Schüler der Evangelischen Schule. Vor zwei Jahren gab es dort bereits in Zusammenarbeit mit dem Frauenverein eine Projektwoche zum Thema Gewalt an Frauen. Ob es in diesem Jahr eine Neuauflage geben wird, ist noch unklar. Zur Diskussion stehe es aber. Im nächsten Jahr will sich das Neuruppiner Frauenhaus wieder an der Aktion beteiligen. In Potsdam gingen Frauen bereits am Sonntag auf die Straße und tanzten vor dem Brandenburger Tor.

Von Luise Fröhlich

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