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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Geschäftshaus nach Feuer zerstört
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Geschäftshaus nach Feuer zerstört
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21:09 06.06.2016
Das anfangs überschaubare Feuer breitete sich rasant aus und war wenig später kaum unter Krontrolle zu bringen. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Bei einem Großbrand in Neuruppin ist am Montag ein Geschäftshaus zerstört worden. Das Feuer auf dem Dach des Hauses war gegen 14 Uhr ausgebrochen. Als kurz darauf die Feuerwehr eintraf, war bereits die gesamte Straße voller Rauch. Schwarze Wolken quollen aus zwei Lüftungsöffnungen auf dem Dach, kurz darauf fraßen sich erste Flammen durch die dicke Schicht aus Dachpappe und Teer. Nach MAZ-Informationen hat es zwei Verletzte gegeben. Der Verkäufer des Computerladens, der sich im Haus befand, als das Feuer ausbrach, musste wegen Rauchgasvergiftung behandelt werden. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Kreislaufzusammenbruch.

Der Brand war wahrscheinlich bei Bauarbeiten entstanden. Offenbar waren Arbeiter kurz davor dabei, neue Dachpappe zu verlegen. Leiter, Werkzeug und Material standen noch bereit.

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6. Juni 2016 – Am Montagnachmittag ist in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) das Dach eines Geschäftshauses in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus und war mehrere Stunden mit dem Löschen der Flammen beschäftigt. Das Feuer wurde offenbar bei Arbeiten an dem Dach ausgelöst. Über der Stadt stand zeitweise eine schwarze Rauchwolke.

Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig für die Feuerwehr

Die Feuerwehrleute hatten keine Chance, sie bekamen den Brand nicht unter Kontrolle. Innerhalb weniger Minuten breitete sich das Feuer auf das gesamte Dach aus. Während mehrere Trupps versuchten, die Flammen von der Drehleiter und vom Boden aus zu löschen, kühlten andere die Wände der benachbarten Wohnhäuser, um zu verhindern, dass sich das Feuer dorthin ausbreitet. Sicherheitshalter hatte die Polizei schon ganz zu Beginn des Einsatzes die Bewohner beider Häuser evakuiert.

Der Brand hat die Feuerwehr am Montag noch bis in den Abend hinein beschäftigt. Sämtliche verfügbaren Kräfte der Neuruppiner Wehr waren im Einsatz, abgesehen von Gühlen-Glienicke, Molchow und Krangen. Nahezu alle Löscharbeiten waren nur mit Atemschutz möglich. Bei Temperaturen um 30 Grad kamen die Feuerwehrleute schnell an die Grenzen ihrer Kräfte. Einsatzleiter Axel Zoschke forderte mehrfach Verstärkung an – unter anderem einen kompletten Löschzug aus Fehrbellin samt zweiter Drehleiter und ein Spezialfahrzeug mit weiterer Atemschutzausrüstung. Bis zum Abend waren wenigstens 85 Feuerwehrleute im Einsatz. Vom Brand stieg eine mächtige schwarze Rauchsäule auf, die noch mehrere Orte entfernt zu sehen war.

Feuerwehr musste sich Wasser aus einem nahegelegenen See ziehen

Leute und Material wurden extrem gefordert – das galt auch für die Stadtwerke. Sie hatten Mühe, über die Hydranten so lange ausreichend Wasser bereitzustellen. Die Pumpen konnten den Druck, den sich die Feuerwehr erhofft hatte, im Trinkwassernetz nicht aufrechterhalten. Normalerweise wäre das kein Problem, so Zoschke nach mehreren Gesprächen mit den Stadtwerken: „Aber das Wetter verschärft die Situation.“ Zum Problem wird es, wenn viele Menschen von der Arbeit kommen, gleichzeitig den Garten wässern, kochen und duschen. Da kommt das Wassernetz an seine Grenzen. Zeitweise konnten die Stadtwerke nur noch für maximal eine halbe Stunde genügend Löschwasser garantieren. Gegen 16.30 Uhr begann die Feuerwehr eigene Leitungen zum 500 Meter entfernten See aufzubauen.

Auf der MAZ-Facebook-Seite für Neuruppin ist eine Meldung über den Brand bereits einige Male geteilt worden. Leser haben bereits Fotos vom Feuer hochgeladen.

Eine MAZ-Leserin hat auf Facebook ein Foto des Feuers hochgeladen. Quelle: Facebook

Von Reyk Grunow, MAZonline

Lediglich 2,2 Millionen Euro sollte der Bau der neuen Rettungswache in Neuruppin kosten. Aber daraus wird nichts. Weil derzeit wegen der niedrigen Bauzinsen fast überall gebaut wird, haben die Firmen volle Auftragsbücher – und kaum noch freie Kapazitäten. Das treibt die Preise in die Höhe. Die Rettungswache wird jetzt wohl knapp 2,6 Millionen Euro kosten.

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