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Neuruppin: Grundstücksdeal platzt wohl

Abgeordnete gegen Geschäft mit eigenen Stadtwerken Neuruppin: Grundstücksdeal platzt wohl

Der Neuruppiner Bauausschuss lehnt zwei Geschäfte mit den Stadtwerken über 934 000 Euro ab. Zum einen wollten die Stadtwerke der Stadt einen öffentlichen Park verkaufen – angeblich zum doppelten Preis, der einst vereinbart war. Zum anderen würden die Stadtwerke gern für 734 000 Euro Land von der Stadt kaufen. Beides will der Ausschuss nicht.

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Nördlich der Neuruppiner Klärwerks wollen die Stadtwerke Energieholz anbauen, um damit Strom und Wärme zu produzieren. Das Land gehört aber der Stadt.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Zwei Grundstücks­geschäfte zwischen der Stadt Neuruppin und den Stadtwerken im Wert von fast einer Million Euro scheinen zu platzen. Der Bauausschuss hat am Donnerstag den Tausch von Flächen zwischen der Stadt und ihrer Tochterfirma abgelehnt. Aus Sicht der Abgeordneten hätte Neuruppin dadurch zu viele Nachteile.

Konkret geht es um zwei Geschäfte. Im ersten Fall wollen die Stadtwerke, dass Neuruppin ihnen etwa 1,3 Hektar am ehemaligen Wasserwerk an der Trenck­mannstraße abkauft. Im Bebauungsplan für das Wohngebiet am Fehrbelliner Tor wurde schon 2007 festgelegt, dass diese Flächen eine öffentliche Grünanlage sind. Selbst wenn sie wollten – die Stadtwerke dürften des Areal gar nicht anders nutzen. Deshalb wollen sie die Grundstücke nun abgeben – zu einem Preis der laut Stadtverwaltung doppelt so hoch ist wie ursprünglich vereinbart.

Statt 7,50 wollen die Stadtwerke 15 Euro pro Quadratmeter

Zuerst hatten Fontanestadt und Stadtwerke einen Preis von 7,50 Euro pro Quadratmeter ausgehandelt, jetzt fordert das Unternehmen 15 Euro. Insgesamt müsste Neuruppin knapp 200 000 Euro an seine Tochter zahlen. Das sah der Ausschuss nicht ein.

Beim zweiten Geschäft geht um knapp 73 Hektar an den ehemaligen Rieselfeldern beim Klärwerk. Dort wollen die Stadtwerke Energieholz anbauen – schnell wachsende Bäume, die regelmäßig geerntet werden, um aus dem Holz Strom und Wärme zu erzeugen. Die Idee ist Teil der Energiestrategie, die die Stadtwerke mit Zustimmung der Abgeordneten für Neuruppin aufgestellt haben.

250 000 Euro kämen im nächsten Jahr

Bei einem Kaufpreis von rund einem Euro pro Quadratmeter soll Neuruppin über Jahre verteilt rund 735 000 Euro bekommen. Etwa 250 000 Euro würden 2016 fließen, sagte Tobias Schäfer vom städtischen Liegenschaftsamt.

Der Bauausschuss lehnte aber ab, städtisches Eigentum zu verkaufen. Seine Idee: Die Stadtwerke könnten doch langfristig pachten. Neuruppin könnte das lohnende Geschäft mit dem Holz auch selbst machen, schlug der Stadtverordnete Hartmut Pieper vor.

Schäfer räume ein, dass sich das lohnen könnte. Nur seien die Flächen mit Munition und Altlasten verseucht. Die zu beseitigen, wäre so teuer, dass die Stadt es nicht bezahlen kann – die Stadtwerke könnten aber. Der Ausschuss wollte Zahlen zu den Kosten, doch die konnte Schäfer nicht nennen. Nur zu pachten, komme für die Stadtwerke aber nicht infrage, sagt er.

Von Reyk Grunow

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