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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Helfer dringend gesucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Helfer dringend gesucht
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00:28 17.01.2016
Engagierter Deutschlehrer: Max Döbbelin. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Wenn Max Döbbelin am Freitag sein Praktikum beendet, geht er mit einem Gefühl des Bedauerns. Drei Monate hat der angehende Erzieher an der Neuruppiner Fontane-Oberschule Flüchtlingskindern Deutschunterricht gegeben. Um einen 14-Jährigen aus Dagestan kümmerte sich der Wustrauer ganz besonders. Er übte mit ihm, wie man in einem Laden Brötchen kauft, nahm ihn mit zum Fußballtraining. Im Frühling, so hofft Döbbelin, kann der Flüchtlingsjunge selbst mit dem Rad zum Fußballplatz fahren. „Ich hoffe, wir bleiben in Kontakt.“

Neun Flüchtlingskinder besuchen derzeit die Fontane-Oberschule. Einige sprechen bereits ein wenig Deutsch, andere konnten während der Jahre ihrer Flucht keine Schule besuchen und können kaum schreiben. An zwei Tagen in der Woche besuchen sie eine Deutschklasse, in der Flüchtlingskinder mehrerer Neuruppiner Schulen gemeinsam unterrichtet werden. An drei Tagen geben Praktikanten des Oberstufenzentrums intensiven Deutschunterricht. Eigentlich waren die Praktikanten gekommen, um Schüler, die im Unterricht auffallen, zu betreuen. Dann bewältigten sie auch noch den Deutschunterricht. „Das ist irre, was sie hier leisten“, sagt Sonderpädagoge Wolfgang Freese.

Zur Not geht’s auch mit dem Google-Übersetzer

Doch wie unterrichtet man eigentlich Deutsch, wenn der Schüler möglicherweise Russisch, Türkisch oder Tschetschenisch spricht, aber nur ein paar Brocken der neuen Landessprache? Darüber hat auch Döbbelin anfangs gegrübelt. „Einfach lossprechen“, sagt er heute. „Zur Not den Google-Übersetzer nehmen und einfach auf alles zeigen.“ Im Falle des dagestanischen Jugendlichen entschied er sich, so lebenspraktisch wie möglich vorzugehen. Bei Ausflügen durch Neuruppin übten sie etwa, wie man grüßt, wenn man einen Laden betritt. „Wir wollten einfach mal raus aus der Schule“, sagt Döbbelin.

Auch für Nancy Knaak endet am Freitag das Praktikum. „Ich werde die Kinder echt vermissen“, sagt die 21-Jährige. Die Walslebenerin ist beeindruckt, wie „wahnsinnig schnell“ die Jugendlichen die neue Sprache erobert haben. „Sie wollen richtig lernen und lernen schneller als manche Deutsche“, sagt die angehende Erzieherin. Sie macht keinen Hehl daraus, dass sie anfangs skeptisch war. „Ich musste die Kinder halt nur kennenlernen“, sagt sie. „Sie sind wie wir – nur mit einer anderen Sprache.“

Vier von fünf Praktikanten gehen am Freitag. Zwei neue sollen kommen. Freese wünscht sich dringend weitere Helfer, die Flüchtlingskinder beim Deutsch lernen unterstützen. Zwei Unterstützer wären toll, sagt er. „Aber ich würde auch drei nehmen.“

Wer ehrenamtlich Deutschunterricht geben möchte, meldet sich bitte unter
03391/4 01 40.

Von Frauke Herweg

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