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Neuruppin: Hobbyfotograf im Glück

Sieger im MAZ-Fotowettbewerb Neuruppin: Hobbyfotograf im Glück

Andreas Neumann aus Neuruppin ist eigentlich Bürosachbearbeiter beim Landesbetrieb Forst in Alt Ruppin. Doch außerhalb dieser Arbeit fotografiert er, und zwar leidenschaftlich gern. Mit einem Foto seines dreijährigen Sohnes hat er den MAZ-Fotowettbewerb in der Kategorie „Aus dem Leben“ gewonnen. Er verrät, warum das Bild einmalig ist.

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Das Foto entstand im Juni 2015 auf einem Kornblumenfeld bei Kränzlin.

Quelle: Andreas Neumann

Neuruppin. Als Andreas Neumann an diesem Junitag mit seinem dreijährigen Sohn Juri loszog, hätte er nicht gedacht, dass dies ein für ihn denkwürdiger Ausflug werden könnte. Es war ein Sonntag, erinnert sich der Neuruppiner. „Die Sonne schien und die Bedingungen waren einfach perfekt“, erzählt er. Perfekt für das Foto, das ihm letztlich den Sieg in der Kategorie „Aus dem Leben“ im MAZ-Fotowettbewerb 2015 beschert hat. Zu verdanken hat er diesen Erfolg nicht nur seiner Kameratechnik und dem Know-how, das sich der Hobbyfotograf über viele Jahre angeeignet hat, sondern vor allem der Energie seines kleinen Sohnes. Deshalb hat er das eingesandte Foto auch so betitelt.

„Traumlandschaft“, dachte Andreas Neumann, als er auf der Suche nach einem schönen Motiv an dem Kornblumenfeld in Kränzlin vorbeifuhr, das auf dem Foto zu sehen ist. Also hielt er an, schnappte sich seine Kamera und folgte seinem Sohn. „Der rannte eben mit der Energie eines Dreijährigen los“, erzählt Neumann. Kinder und Tiere, sagt er, sind die schwierigsten Themen für einen Fotografen, weil sie sich schlecht stellen lassen. „Letztlich ist es ein Schnapsschuss geworden, denn diese Szene kriege ich nie wieder so hin“, so Neumann. Um die Energie seines Sohnes auch einfangen zu können, musste er vor allem schnell sein.

Auf der Suche nach dem Foto des Lebens

Der 45 Jahre alte Bürosachbearbeiter fotografierte schon als Kind gerne und das nicht nur im Urlaub oder auf Familienfeiern. Schon damals zog er einfach los, zum Beispiel an den Wutzsee in Lindow, wo der gebürtige Kyritzer aufwuchs. Mit der Zeit konnte Neumann sein Hobby auch immer stärker in den Beruf integrieren. Seit über 30 Jahren arbeitet er im Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit beim Landesbetrieb Forst in Alt Ruppin. Dort ist er zum Beispiel für Bildbearbeitung, aber auch für Bilderzeugung zuständig. Viele Bilder, die auf der Internetseite des Forstbetriebs zu finden sind, hat Neumann geschossen. Zur Forstwirtschaft kam er, weil er noch zu DDR-Zeiten eine Lehre zum Forstwirt in Kunsterspring begonnen hatte.

„Wetteraussichten“ heißt dieses Foto, das Neumann ebenfalls ins Rennen gebracht hat

„Wetteraussichten“ heißt dieses Foto, das Neumann ebenfalls ins Rennen gebracht hat.

Quelle: Andreas Neumann

Pure Leidenschaft spricht aus dem zweifachen Familienvater, wenn er über die Fotografie spricht. Das Foto seines Sohnes Juri, der durch die Kornblumenlandschaft läuft, hängt groß auf Leinwand im Büro seiner Frau. „Man muss sich immer fragen, was man mit den Bildern machen will“, sagt Neumann. Er selbst fotografiert aus einem eigentlich ganz simplen Grund: „Ich will den Moment festhalten. Bilder erzählen Geschichten und lassen Erinnerungen wach werden.“ Seine Kamera begleitet ihn eigentlich, wohin auch immer er geht. Selbst auf die höchsten Gipfel der Alpen nimmt er einen Fotoapparat mit. „Je höher ich komme, umso kleiner wird die Kamera“, erzählt er. Das Fotografieren ist für ihn wie ein Virus. Einmal angefangen, werde er wahrscheinlich immer auf der Suche nach dem Foto seines Lebens sein.

Siegerehrung in Potsdam

Seit 15 Jahren ist Andreas Neumann mit seiner Familie in Neuruppin zu Hause. In die Großstadt habe es ihn nie gezogen, sagt er, und auch sonst nirgendwo anders hin. „Im Urlaub bin ich gerne mal weg. Einmal im Jahr gehe ich mit meinem Kumpel wandern, am liebsten in den Alpen“, sagt er. Richtig ergriffen hat ihn die Leidenschaft für die Fotografie, als seine Tochter auf die Welt kam. Er hatte den Wunsch, ihre Entwicklung und am liebsten jeden Schritt mit der Kamera zu begleiten. Die Technik, die er sich seitdem angeschafft hat, würde auch professionelle Videos ermöglichen. Doch daran ist Neumann nicht interessiert. „Ein Foto hat eine ganz andere Aussagekraft. Außerdem ist der Aufwand bei Videos viel höher“, so der Hobbyfotograf.

Dreimal hat er schon am MAZ-Fotowettbewerb teil genommen. Die Siegerehrung am 13. Februar in den Potsdamer Bahnhofspassagen war ein besonderes Erlebnis, erzählt Neumann. Als er eingeladen wurde, wusste er noch nicht, ob er gewonnen hat und wenn ja, mit welchem Foto. Denn eingereicht hatte er sechs Stück. 80 Menschen saßen mit ihm und seiner Tochter in einem Saal des dortigen Kinos. „Plötzlich wurde ich aufgerufen und musste nach vorne kommen, während auf der Leinwand mein Foto erschien“, erinnert sich Neumann an den großen Augenblick.

Hinweis : Mehr Infos und alle Siegerfotos finden Sie unter: www.maz-online.de/Brandenburg/Augenblicke

Von Luise Fröhlich

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