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Neuruppin: IBZ bangt um Existenz

Soziale Beratung in Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: IBZ bangt um Existenz

Das Integrierte Beratungszentrum (IBZ) des Kreises Ostprignitz-Ruppin befürchtet, dass der Vertrag mit den Trägern nicht verlängert werden könnte. Sie selbst würden dann auf den Kosten sitzen bleiben und die Ratsuchenden könnten nicht mehr vom starken Netzwerk des IBZ profitieren, sagte Peter Berner, ein Sozialarbeiter des Kreises, beim Sozialausschuss am Mittwochabend.

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Anfangs hieß das Beratungszentrum noch Ibiz und hatte seinen Sitz beim Arbeitsamt in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler,

Neuruppin. Das Integrierte Beratungszentrum (IBZ) befindet sich in einem Dilemma. Das sagte Peter Berner, Sozialarbeiter beim Gesundheitsamt Neuruppin, beim Sozialausschuss am Mittwochabend deutlich. Weil die Verträge mit dem Kreis enden, befürchtet er, dass die Beratung als soziale Leistung neu ausgeschrieben wird und das IBZ auf der Strecke bleibt.

Deshalb machte er gemeinsam mit Vertretern der drei Träger des IBZ – der Suchtberatung „Tannenhof Berlin-Brandenburg“, der Initiative Jugendarbeit Neuruppin und der Schuldnerberatung des ASB, den Mitgliedern des Ausschusses klar, wie wichtig der Erhalt des Zentrums wäre. „Dass sich der Kreis vor zehn Jahren mit uns zusammen geschlossen hat, war ein Paukenschlag“, sagte Peter Berner. Denn davor sei die soziale Beratungslandschaft in der Region kümmerlich gewesen. Ratsuchende etwa mussten sich selbst Anlaufstellen suchen. Das änderte sich, nachdem das Jugendamt, das Gesundheitsamt und auch das Jobcenter der Kreisverwaltung Teil des Zentrums wurden. „Nur so konnten wir die steigende Nachfrage überhaupt bewältigen“, so Berner weiter.

Streit über Ausschreibung

Zweimal wurde der Vertrag seitdem verlängert. Zwischendrin gab es einen Streit darüber, ob soziale Leistung überhaupt ausgeschrieben werden sollte. „Unsere Leistung ist einfach nicht die eines Fliesenlegers, dem ein Auftrag zugeteilt wird“, sagte Berner dazu. Bei Beratungen gehe es vielmehr um Vertrauen und ein gut ausgebautes Netzwerk, von dem das IBZ profitieren kann.

„Wir sind stolz auf das Zentrum“, erklärte Sozialdezernentin Waltraud Kuhne. Besonders deshalb, weil die Beratung unter einem Dach stattfindet. Gleichwohl soll im April nach einem neuen Vergabegesetz über die Zukunft des Zentrums entschieden werden. Vorher könne die Verwaltung dazu nichts sagen, so Kuhne.

Berater haben Sozialausschuss auf ihrer Seite

Dennoch erreichten die Berater des IBZ zumindest einen Teilerfolg. Ilona Reinhardt (Linke) unterstütze das Konzept des Zentrums und stellte einen Antrag an den Sozialausschuss. Darin bat sie um Empfehlung, dass das IBZ in der Trägerschaft so bleiben soll, wie es jetzt ist. Frank Schwochow (BVB/Freie Wähler) beantragte zudem, dass es keine weiteren Ausschreibungen vom Kreis mehr geben soll. Sechs Abgeordnete stimmten dafür, einer dagegen und einer enthielt sich.

Ute Kaufmann von der ASB-Schuldnerberatung wies zudem darauf hin, dass mehr Personal von Nöten wäre. Derzeit warten Klienten 45 Tage auf den Ersttermin. Besonders in Kyritz und Wittstock können die Berater den Andrang kaum zufriedenstellend bewältigen. Das gelte ebenfalls für die Sucht- und Familienberatungsstellen.

Von Luise Fröhlich

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