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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Junger Wolf auf A 24 überfahren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Junger Wolf auf A 24 überfahren
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07:25 11.11.2015
Der tote Wolf wird ins Naturkundemuseum nach Potsdam gebracht. Quelle: Robert Franck
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Neuruppin

Erstmals ist in Ostprignitz-Ruppin ein Wolf auf der Autobahn überfahren worden. Es handelt sich dabei aber nicht um das Tier, das seit Jahren in der Kyritz-Ruppiner Heide lebt. „Es ist ein maximal zwei Jahre alter Wolfsrüde“, sagt Robert Franck. Der Rheinsberger ist der Wolfsbeauftragte des Landes Brandenburg. Franck hat den Kadaver selbst begutachtet, nach dem dieser von der Autobahnmeisterei Wittstock geborgen worden war.

Tier hatte schwere innere Verletzungen

Die Überreste des Jungtieres – Wölfe können in freier Wildbahn bis zu 13 Jahre alt werden – wurden zur Untersuchung in das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht. Laut den ersten Ergebnissen hat der Wolf durch den Zusammenstoß mit einem Laster schwere innere Verletzungen erlitten und ist verblutet.

Der Unfall ereignete sich bereits am 26. Oktober in Höhe Rossow. Ein Lkw-Fahrer, der Richtung Hamburg unterwegs war, meldete der Polizei kurz vor 21.30 Uhr, dass er gerade mit einem Tier zusammengestoßen sei. Während der Fahrer sofort vermutete, dass es sich wohl um einen Wolf gehandelt habe, war kurz danach die Rede davon, dass es auch ein Marder gewesen sein könne. Dies erwies sich jedoch bei Tageslicht als falsch.

Die Pfote des Tieres ist vermessen worden. Quelle: Robert Franck

Weiterhin unklar ist, woher der junge Wolf stammt – aus Polen, aus Russland, aus Finnland? Die Antwort soll eine genetische Untersuchung liefern. Das wird allerdings noch einige Zeit dauern. Detlef Knuth, Direktor des Naturkundemuseums in Potsdam, vermutet, dass das auf der A 24 getötete Tier aus einem der Rudel stammt, die auf den einstigen Truppenübungsplätzen in Lehnin (Potsdam-Mittelmark) und Jüterbog (Teltow-Fläming) leben. Denn junge Wölfe müssen das Rudel in ihrem zweiten Lebensjahr verlassen und sich ein eigenes Revier suchen. „Die Wölfe ziehen dabei seit Jahrzehnten in Richtung Nordwesten“, sagte Knuth. Das würde von der Richtung zu dem bei Rossow getöteten Tier passen.

DNA wird gesichert

Das Naturkundemuseum in Potsdam ist zentrale wissenschaftliche Anlaufstelle. Dort landen alle Kadaver von toten Wölfen, die in Brandenburg gefunden werden. Im Museum wird untersucht, wie sich die Wolfspopulation in der Mark ausbreitet, woher die Tiere stammen, ob und wie sie sich verändern. Dazu werden von jedem Tier das Fell, der Schädel und das Skelett besonders genau unter die Lupe genommen. Zusätzlich wird DNA-Material für wissenschaftliche Untersuchungen gesichert.

„Wir haben immer Wölfe gehabt, auch zu DDR-Zeiten“, so Knuth. Allerdings seien die Tiere damals bejagt worden, heute stehen Wölfe unter Schutz. Deshalb wird im IZW in Berlin ebenfalls untersucht, ob auf die Tiere geschossen wurde. Von den 39 Wölfen, die von 1990 bis 2014 tot im Land Brandenburg gefunden wurden, fielen immerhin sieben der Wilderei zum Opfer. Die meisten Tiere (25) starben aber bei Verkehrsunfällen. Dieser Trend hält an. In diesem Jahr wurden bisher acht Wölfe getötet: Einer starb durch Wilderei, sieben bei Verkehrsunfällen.

Von Andreas Vogel

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