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Neuruppin: Kindertheater feiert Premiere

Schüler schreiben eigenes Stück Neuruppin: Kindertheater feiert Premiere

In dem Stück „Als würden ich in einen unendlichen weiten Himmel hinrennen“ spielen Schüler der Jugendkunstschule und der Schule am Kastaniensteg erstmals gemeinsam Theater. Die Geschichte und den Text des Stückes haben sie selbst geschrieben. Am Dienstag war Premiere.

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Komm, tanz mit mir: Die Gefühle zeigen den Kindern, wie man Theater spielt.

Neuruppin. Das Neuruppin der Zukunft ist trostlos: Keiner weiß mehr, wie man spielt oder einfach mal genussvoll Zeit verplempert. In einer durch und durch effizient gewordenen Welt sind nur noch Lernspiele erlaubt. „Keiner lacht, keiner trödelt“, sagt ein Mädchen. „Keiner fragt, ob du zum Spielen rauskommen willst.“ Dabei würden die Kinder so gern mal wieder toben und Quatsch machen. Doch wie ging das noch?

„Als würde ich in einen unendlich weiten Himmel hinein­rennen“, das neue Theaterstück der Jugendkunstschule, ist ein großartiges Stück über das Spielen, die Macht der Gefühle und geheimnisvolle Orte. Erstmals haben Kinder der Jugendkunstschule und der Schule am Kastaniensteg zusammengearbeitet. Am Dienstag feierten die 25 Akteure Premiere.

Im alten Theater finden die Kinder eine Puppe

Im alten Theater finden die Kinder eine Puppe.

Quelle: Frauke Herweg

Den ersten Anstoß für das Stück hatte Monika Meichsner gegeben, die Leiterin der Jugendkunstschule. Sie hatte vorgeschlagen, das Theater „Die neue Bühne“, das es bis etwa 1950 in Neuruppin gegeben hat, zum Thema zu machen. Das Haus, in dem später eine Keksfabrik untergebracht war, ist heute vernagelt. „Niemand kommt mehr rein“, sagt Regisseur Christian Vilmar. Für Kinder ein magischer, ein interessanter Ort.

Doch wollte Vilmar mit den Kindern nicht auf historische Spurensuche gehen. „Wir haben ziemlich schnell gemerkt, dass dieser historische Aspekt für die Kinder gar nicht so interessant ist.“ Vilmar verlegte die Handlung stattdessen in die Zukunft. Text und Plot entwickelten die Kinder seit Januar in verschiedenen Workshops selbst. Andreas Sauter begleitete sie dabei und stellte ihnen Schreib­aufgaben, in denen sie verschiedene Situationen entwarfen. „Der Plot war unheimlich schnell entwickelt“ sagt Vilmar.

Eine der schönsten Szenen entstand an nur einem Nachmittag: Die Gefühle (gespielt von Kindern der Schule am Kastaniensteg) begegnen einer Puppe des alten Theaters – sie beschimpfen sie, sie liebkosen sie, sie lassen ihre Wut an ihr aus. Eindrucksvoller kann man die Wucht des Theaters nicht darstellen.

Wie es endet? Hoffnungsvoll zum Glück. Nach der Begegnung mit „Liebe“, „Wut“ und „Stilligkeit“ tanzen die Kinder durch das leere Theater.

Aufführungen : „Als würde ich in einen unendlich weiten Himmel hineinrennen“ ist noch einmal am Mittwoch ab 16 Uhr, sowie am Dienstag, 24. November, ab 10 Uhr zu sehen – jeweils im Vorderhaus der Kulturhauses Stadtgarten. Bitte unbedingt anmelden unter  03391/3 55 52 20.

Von Frauke Herweg

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