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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Klassenräume bald seltener sauber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Klassenräume bald seltener sauber
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00:17 05.06.2016
Ab August sollen die Klassenräume in städtischen Schulen von Neuruppin nur noch alle zwei Tage gereinigt werden. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin, Das Rathaus will Kosten sparen

Die Klassenzimmer in den Neuruppiner Schulen werden künftig nicht mehr täglich, sondern nur noch alle zwei Tage gereinigt. Das sorgt bei Eltern für Unverständnis und Unmut. „Die Kinder holen den Straßendreck in die Räume und essen dort teilweise auch ihr Frühstücksbrot“, sagte am Donnerstag Guido Neumann (43). Der Neuruppiner Familienvater, dessen Kinder in die Rosa-Luxemburg- und die Puschkinschule gehen, fürchtet um den hygienischen Zustand in den Klassenzimmern. „Es will doch jeder an einem sauberen Platz sitzen.“

Im Neuruppiner Rathaus versteht man die Aufregung der Eltern nicht. Schließlich sei die Stadt angehalten, sparsam mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen, sagte Rathaussprecherin Michaela Ott. Und laut der entsprechenden Reinigungsvorschrift für Schulgebäude vom September 2015 müssten Klassenräume lediglich 2,5 mal die Woche gesäubert werden. Dem Rathaus ist zwar bewusst, dass der Verschmutzungsgrad eines an einem Tag nicht gereinigten Zimmers „etwas“ erhöht ist. „Die Räume werden trotzdem in guter Qualität nutzbar sein“, zeigte sich die Stadtsprecherin überzeugt. Ott verwies auf Gespräche mit anderen Kommunen, bei denen die Klassenzimmer schon jetzt lediglich alle zwei Tage gereinigt werden. „Das ist völlig ausreichend.“

Wichtig sei, dass die Sanitärbereiche sowie die Treppenhäuser und Flure im Unter- und Erdgeschoss täglich gereinigt werden, betont Ott. Vielen Eltern reicht das nicht aus. „Die Puschkinschule steht direkt an einer Bundesstraße“, sagte Familienvater Neumann. Bei offenen Fenstern gelange allein durch den vielen Verkehr Staub und Dreck in die Räume. Zudem ist Neumann überzeugt, dass es sich bei der Vorschrift, auf die sich das Rathaus bezieht, um empfohlene Mindestanforderungen handelt, auf die sich die Behörden bundesweit geeinigt haben. Soll heißen: Klassenräume dürfen auch weiterhin täglich gesäubert werden.

Elternsprecherin empört über das Rathaus

Das hat Neuruppin jedoch nicht vor. Vielmehr will die Fontanestadt bei den Reinigungskosten sparen. Diese seien aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein großer „Kostenblock“, so Ott. Der Vergleich mit anderen Kommunen habe zudem gezeigt, dass Neuruppin eine der wenigen Städte sei, in denen die Klassenräume noch täglich gereinigt werden – was auch höhere Kosten zur Folge habe.

„Es ist eine riesengroße Sauerei, dass auf Kosten der Kinder gespart werden soll“, sagte Sabrina Leue empört. Die Neuruppinerin ist Elternsprecherin an der Puschkinschule. „Die meisten Klassenzimmer sind schon nach einem Tag total dreckig.“ Leue mag sich gar nicht vorstellen, wenn die Papierkörbe mit den voll geschnaubten Taschentüchern künftig nur noch alle zwei oder gar drei Tage geleert werden. Die Neuregelung soll ab August gelten – und zwar nicht für die Schulen, sondern ebenfalls für das Gros der Kitas und einige Kultureinrichtungen. Positiv ist aus Sicht der Stadt , dass mit der Änderung erstmals alle Flure und Treppenhäuser der Schulen mit einer Grundreinigung berücksichtigt werden.

Von Andreas Vogel

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