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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kliniken planen für Baulücke
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kliniken planen für Baulücke
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02:15 23.01.2016
Seit mehr als zehn Jahren klafft eine Baulücke in der Neuruppiner Präsidentenstraße, wo zu DDR-Zeiten das Konsum-Hotel stand. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Seit mehr als zehn Jahren klafft inzwischen eine Lücke in der Bebauung an der Neuruppiner Präsidentenstraße. Jetzt endlich scheint es absehbar, dass sich an diesem Zustand demnächst etwas ändert. Das stellt jedenfalls Neuruppins Baudezernent Arne Krohn in Aussicht.

2005 war bei Bauarbeiten im Auftrag der Ruppiner Kliniken die denkmalgeschützte Fassade des einstigen Konsum-Hotels an der Präsidentenstraße 6 eingestürzt. Eigentlich sollte ein Bagger nur den hinteren Teil des Gebäudes abreißen. Die Fassade sollte unbedingt stehen bleiben, das war eine Auflage der Denkmalbehörde. Doch dann hat der Bagger ein Loch in die Fassade gerissen – versehentlich, wie es damals hieß.

Das Mauerwerk war so schwer beschädigt, dass letztlich nur ein Abriss infrage kam. Für die Baufirmen war das in gewisser Weise ein Glücksfall: Durch die Baulücke hatten sie einen freien Zugang zur Baustelle für das Lehrlingswohnheim, das auf dem Nachbargrundstück in der Präsidentenstraße 5 errichtet wurde.

Bei Bauarbeiten war ein Bagger gegen die denkmalgeschützte Fassade des einstigen Hotels gefahren – versehentlich, wie es damals hieß. Quelle: Peter Geisler

Jahrelang war unklar, was aus der freien Fläche werden soll. Die Kliniken hatten ursprünglich vor, einen Teil der psychiatrischen Ambulanz in die Präsidentenstraße zu verlegen. Die Pläne wurden aber schon vor Langem fallen gelassen.

2010 stellte der damalige Krankenhaus-Geschäftsführer Horst-Michael Arndt ein Konzept vor, nach dem an der Präsidentenstraße für rund zwei Millionen Euro Eigentumswohnungen gebaut werden sollten. Die Pläne für diesen Neubau waren jedoch von Anfang an umstritten, nicht nur wegen der Gestaltung der geplanten neuen Fassade mitten im Neuruppiner Sanierungsgebiet historische Altstadt. Arndt selbst musste zwei Jahre später einräumen, dass sich der Bau von Eigentumswohnungen an dieser Stelle für die Ruppiner Kliniken wohl kaum rechnen würde. Auch dieser Plan wurde wieder begraben.

Denkmalbehörde hatte Erhalt der Fassade verlangt

Nachdem Arndt 2012 als Geschäftsführer entlassen wurde, hatten die Kliniken für das Areal an der Präsidentenstraße kein klares Konzept mehr. Einen Zwang zu Bauen gab es auch nicht: Die Denkmalbehörde des Kreises hatte vor zehn Jahren zwar den Erhalt der Fassade verlangt. Auflagen, was nach deren Einsturz zu tun ist, erteilte der Landkreis seiner Tochterfirma allerdings nicht.

Jetzt gibt es aber neue Hoffnung. „Wir sind im Gespräch, für den gesamten Grundstückskomplex verschiedene Nutzungsideen abzustimmen“, bestätigte Neuruppins Baudezernent Arne Krohn auf Nachfrage im Hauptausschuss der Stadt. Die Planung sei kompliziert, auch wegen der Belange des Denkmalschutzes. Inzwischen sei das Konzept aber in der End­abstimmung, so Krohn: „Ich hoffe, dass wir gemeinsam mit den Kliniken in diesem Jahr dann auch die Pläne vorstellen können.“ Einzelheiten nannte er noch nicht.

Die waren auch von den Ruppiner Kliniken nicht zu erfahren. Kliniken-Sprecherin Verena Clasen konnte am Mittwoch zu den aktuellen Plänen des Unternehmens gar nichts sagen.

Von Reyk Grunow

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