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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kreis kauft zwei neue Blitzer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kreis kauft zwei neue Blitzer
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02:15 03.10.2015
Besonders tückisch: der Starkasten am Nymburkring in Neuruppin. Er steht hinter einem großen Schild. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Ab Jahresende könnte es für Raser in Ostprignitz-Ruppin auch auf der B 167 in Metzelthin sowie auf der B 189 in Heiligengrabe teuer werden. Denn dort will der Landkreis neue stationäre Blitzer aufstellen. Für diese braucht es keine Messschlaufen mehr, die in den Fahrbahnbelag eingelassen werden. „Wir setzen jetzt auf das Lasermessverfahren“, sagte am Mittwoch Mathias Wittmoser, Chef des Straßenverkehrsamtes bei der Kreisverwaltung in Neuruppin.

Allerdings muss der Kreis dafür auch richtig tief in die Tasche greifen: Die zwei Blitzersäulen, die die Fotos per Funk an die Verkehrsbehörde übertragen, kosten zusammen rund 166 000 Euro. Gleichwohl hat der Kreis- und Finanzausschuss dafür bereits grünes Licht erteilt. „Es geht um die Verkehrssicherheit, nicht um ein Abzocken“, versicherte Amtsleiter Wittmoser. Ziel seien weniger Unfälle und weniger Raser auf den Straßen. „Die Einnahmen sind nur ein Neben­effekt“, so Wittmoser. Jedoch ein durchaus willkommener. Immerhin landeten durch die bisher fünf stationären und dem einen mobilen Blitzer im vergangenen Jahr 790 000 Euro in der Kreiskasse. Mit einem ähnlichen Ergebnis rechnet Wittmoser ebenfalls für dieses Jahr – auch weil die neuen Blitzer in Metzelthin und Heiligengrabe wohl frühestens Ende November, Anfang Dezember in Betrieb genommen werden können.

Neues Gerät ist auch ein Zugeständnis an die Anlieger

Für das Straßenverkehrsamt gab es mehrere Gründe, dass die neuen Blitzer ausgerechnet in Metzelthin und Heiligengrabe aufgestellt werden. So fällt mit der derzeitigen Sanierung der Ortsdurchfahrt in Dabergotz der dortige Blitzer weg. Da die B 167 jedoch weiterhin stark auch von Brummifahrern genutzt wird, wollte der Kreis gegensteuern. „Ein Stück weit“, so Wittmoser, sei der neue Blitzerstandort ebenfalls ein „Zugeständnis an die Bürgerinitiativen“, die sich in den Gemeinden entlang der Bundesstraße gegründet haben. „Wenn man den vielen Verkehr auf der B 167 Tag und Nacht überwachen will“, dann bleibe nur ein stationärer Blitzer, sagte Wittmoser. Ähnliches gilt für den Standort Heiligengrabe. Vor allem aus Richtung Pritz­walk sind aus Sicht der Verkehrsbehörde viele Autofahrer zu schnell, wenn sie in den Ort einfahren. Dabei befinden sich dort eine Behinderteneinrichtung sowie in unmittelbarer Nähe eine Spielstraße. „Wir wären sehr zufrieden, wenn es bei uns keine Unfälle mehr mit Verletzten und Toten geben würde“, sagte Wittmoser.

Dafür will der Kreis aber nicht in weitere Blitzer investieren. „Wir wollen nicht überziehen“, betonte der Amtsleiter. Zudem fehle dafür auch schlicht das Geld. Das ist ebenfalls ein Grund dafür, dass der Wunsch der meisten Dierberger, in ihrem Ort einen Blitzer zu installieren, abgelehnt wurde. In Dierberg gibt es zwar viel Verkehr, weil dort die B 122 von Alt Ruppin nach Rheinsberg auf die Landesstraße 19 von Lindow nach Rheinsberg trifft. Für einen Blitzer sieht Wittmoser dennoch keine Chance – weil die gerade Strecke im Ort zum Messen nicht ausreicht.

Von Andreas Vogel

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