Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kritik an Abriss in der Altstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kritik an Abriss in der Altstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 28.05.2016
Das kleine Haus stand direkt an der Stadtmauer. Quelle: Peter Geisler/Archiv
Anzeige
Neuruppin

Monate nach dem weitgehend unbeachteten Abriss eines kleines Hauses an der Neuruppiner Seepromenade wirft das Thema jetzt Fragen auf. Neuruppins früherer Denkmalfachmann Ulrich Wahnschap ist ganz offensichtlich überhaupt nicht einverstanden damit, dass die Neuruppiner Stadtverwaltung dem Abriss des Gebäudes zugestimmt hat.

Das Haus am Ende der Seestraße war aus Ulrich Wahnschaps Sicht ein sehr wichtiges historisches Zeugnis. Es stand nicht von ungefähr genau an der Stadtmauer – dort, wo sonst die Waren vom Bollwerk durch ein Tor in der Mauer in die Stadt gebracht wurden. „Es war das letzte Torschreiberhaus von Neuruppin“, monierte Wahnschap jetzt in der Stadtverordnetenversammlung.

Andere Torschreiberhäuser waren schon lange verschwunden

Sechs solcher Gebäude gab es einst. Die anderen fünf sind schon früher verschwunden. Das kleine, heruntergekommene Gebäude zwischen Stadtmauer und Seehotel wäre damit das letzte seiner Art gewesen. Es war in sanierungsbedürftigem Zustand und ohne Umbau nicht mehr benutzbar – aber abrissreif?

Das Torschreiberhaus war Kontroll- und Zollstelle in einem. Dort wurden sämtliche Waren verzeichnet, die das Stadttor passierten, und zugleich eventuelle Abgaben kassiert.

Aber war das Haus an der Seestraße wirklich das letzte seiner Art in Neuruppin? „Wirklich belegen lässt sich das nicht“, sagt Baudezernent Arne Krohn. Nachforschungen hätten aber keine Beweise dafür ergeben. Mehr als „wahrscheinlich“ ließ sich diese Vermutung nicht belegen. Unter Denkmalschutz stand das Gebäude nicht, das steht laut Krohn fest.

Eine Sanierung wäre aus Sicht der Stadt zu aufwändig gewesen

Vor gar nicht allzu langer Zeit gingen Gerüchte um, in dem Gebäude könnte ein Restaurant entstehen. Ein Vor-Ort-Termin hat zudem ergeben, dass der Sanierungsaufwand so groß wäre, dass er dem Eigentümer nicht zuzumuten wäre.

Die Stadtverwaltung hat letztlich grünes Licht für den Abriss gegeben. Das ist inzwischen aber auch schon etliche Monate her. Inzwischen hat der Eigentümer vollendete Tatsachen geschaffen. Übrig ist nur ein Stück Wiese.

Von Reyk Grunow

Die Facebook-Gruppe „Du weißt, du bist Ruppiner(in), wenn...“ hat mehr als 1800 Mitglieder. Eine ganze Reihe von ihnen nutzt die Plattform intensiv, um Fotos der Fontanestadt auszutauschen. Besonders beliebt sind historische Aufnahmen, die auf ein großes Echo stoßen – und manchen in Erinnerungen schwelgen lassen.

28.05.2016
Ostprignitz-Ruppin Verein einst auf dem Boot gegründet - Hertha BSC kauft Schiff in Wusterhausen

Das Gründungsschiff des Fußballvereins Hertha BSC, auf dem dieser in Berlin vor fast 125 Jahren gegründet wurde, schippert seit Jahrzehnten schon über die Kyritzer Seenkette. Dorthin gelangte das Boot einst dank eines Liebhabers, der es vor dem Schrott rettete. Nun soll es zurück nach Berlin. Der Verein selbst hat es gekauft – zu einem offenbar recht interessanten Preis.

28.05.2016
Ostprignitz-Ruppin Neuer Kulturfördervereinsvorstand auf Burg Goldbeck - Die Neue hat das Sagen

Seit Anfang des Jahres hat der Kulturförderverein Wittstock seine neuen Räumlichkeiten auf Burg Goldbeck – und seit Anfang dieser Woche auch einen neuen Vorstand. Vorsitzende des Gremiums ist die 34-jährige Katinka Hartmann. Sie lebt erst seit Kurzem auf der Burg, hat aber mit ihren beiden Vorstandskollegen bereits einige Pläne für die Zukunft geschmiedet.

28.05.2016
Anzeige