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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kultur als Wohlfühlfaktor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Kultur als Wohlfühlfaktor
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02:16 21.11.2015
Takao Ukigaya liebt sein Publikum – und das Neuruppiner Publikum liebt den Vorsitzenden des Musikvereins und sein Engagement für die Stadt. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Takao Ukigaya wird nicht müde, es zu wiederholen: Neuruppin ist für den aus Japan stammenden Dirigenten ein Glücksfall. „Das Publikum ist hier so begeistert“, sagt Ukigaya: In Neuruppin Konzerte zu organisieren, sei einfach toll.

Ukigaya leitet seit zehn Jahren den Musikverein in der Fontane­stadt. Jedes Jahr organisierte er Sinfoniekonzerte mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) im größten Konzertsaal der Stadt. Die Kulturkirche mit ihren rund 500 Plätzen ist fast immer ausverkauft, oft ist die Nachfrage nach Karten sogar größer als das Angebot. „Davon können andere Städte nur träumen“, sagt Uta Bartsch, die stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins. In Frankfurt (Oder) spielt das Staatsorchester manchmal vor einem halb vollen Saal – das wäre in Neuruppin nicht denkbar.

Seit 2005 organisiert der Musikverein in Neuruppin Klassikkonzerte. 78 waren es bisher mit zusammen etwa 20 000 Besuchern.

Sieben Konzerte im Jahr 2016

Sieben Konzerte
plant der Musikverein Neuruppin im Jahr 2016. Das Neujahrskonzert mit dem Staatsorchester Frankfurt  (Oder) am 9. Januar findet sogar zweimal statt: um 15 Uhr und um 19 Uhr.

Weitere Sinfoniekonzerte sind am 13. März und am 6. November geplant. Zur Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie im November kommt die Singakademie aus Frankfurt mit nach Neuruppin.

Die vier Kammerkonzerte finden am 24. Januar, 30. April, 25. September und 27. November statt.

Das komplette Programm ist unter www.musikverein-neuruppin.de zu finden.

Takao Ukigaya weiß noch, wie es am Anfang war. 2004 war er sich nicht sicher, ob die Neuruppiner seine Idee so toll finden wie er. „Damals als hab ich überlegt, was machen wir nur, wenn das Publikum wegbleibt“, erinnert er sich.

Das wäre fatal gewesen. Ein so anspruchsvolles Konzertprogramm ist auch finanziell eine Herausforderung. Die ersten Konzerte mit dem Staatsorchester in Neuruppin hat Ukigaya noch aus der eigenen Tasche vorfinanziert. Die Kulturkirche war voll – trotzdem blieb der Kerzliner am Ende des Jahres auf einigen Tausend Euro sitzen. Für ihn stand immer fest: Wenn er Konzerte veranstaltet, dann welche mit Anspruch und trotzdem zu bezahlbaren Preisen. Jeder soll sich eine Karte leisten können. Ukigaya wollte den Neuruppinern etwas bieten, was es in Städten dieser Größe sonst selten gibt – auch, weil so anspruchsvolle Programme einfach teuer sind.

Die Idee schlug so ein, das sich 2005 schnell Mitstreiter für einen Verein fanden. Der organisiert seitdem neben den großen Auftritten des Staatsorchesters auch immer einige Kammerkonzerte an wechselnden Orten. Mit den kleineren Konzerten lässt sich etwas Geld erwirtschaften, um die Kosten der großen Sinfoniekonzerte aufzufangen. 50 000 bis 60 000 Euro gibt der Musikverein für sein Programm jährlich aus, sagt Uta Bartsch. Das klappt nur dank vieler Unterstützer. Die Stadtwerke fördern das Projekt seit Jahren; 4000 Euro bekommt der Musikverein auch 2016 vom Neuruppiner Energieversorger. Für Geschäftsführer Uebach eine lohnende Investition: Menschen bleiben dort, wo sie sich wohl fühlen, sagt er. So sieht es auch Ukigaya : „Alle sollen sich wohl fühlen: Publikum, Sponsoren und Musiker.“

Von Reyk Grunow

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