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Ostprignitz-Ruppin Die Suche nach Lehrern geht weiter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Suche nach Lehrern geht weiter
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09:40 29.06.2018
Die Suche nach Lehrern für Rheinsberg, Heiligengrabe und Wittstock geht weiter. Quelle: DPA
Neuruppin

Zwar sind noch nicht alle offene Lehrerstellen in Ostprignitz-Ruppin besetzt, doch der Unterricht an allen Schulen des Staatlichen Schulamtes Neuruppin, das für die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Oberhavel und Havelland zuständig ist, wird für das neue Schuljahr abgesichert. Dafür ist Dietmar Menzel überzeugt. Laut dem Leiter des Schulamtes ist derzeit lediglich das Bewerbungsverfahren für die Grundschule in Heiligengrabe, das Schulzentrum Rheinsberg und die Förderschule Wittstock noch nicht abgeschlossen.

42 Prozent der Neuen sind Seiteneinsteiger

Demnach wurden für das neue Schuljahr in Ostprignitz-Ruppin 43 neue Lehrkräfte eingestellt. Davon sind knapp die Hälfte (42 Prozent) Seiteneinsteiger. Ähnlich sieht es in der Prignitz aus. Für den Nachbarkreis hat das Schulamt 34 Lehrkräfte eingestellt, davon seien 30 Prozent Seiteneinsteiger, sagte Menzel.

Das Land Brandenburg unternimmt große Anstrengungen, um den Unterrichtsausfall möglichst gering zu halten. So fielen in Ostprignitz-Ruppin im Halbjahr 2017/18 etwa 1,7 Prozent der Unterrichtsstunden ersatzlos aus, in der Prignitz sogar nur 1,29 Prozent der Stunden. Seit Januar hat allein das Staatliche Schulamt Neuruppin rund 1,2 Millionen Euro zur Absicherung des Unterrichts aus einem sogenannten Vertretungsbudget verbraucht. Damit konnten Vertretungskräfte seit Jahresbeginn mehr als 38.600 Unterrichtsstunden absichern, so der Schulrat.

Hoher Unterrichtsausfall am Schinkelgymnasium

Gleichwohl kann der Prozentsatz der Unterrichtsstunden, der ersatzlos gestrichen werden muss, je nach Schule sehr unterschiedlich sein. Zwar versuchen die Schulen, zur Vertretung anstehende Stunden durch Vertretungslehrer, Zusammenlegungen von Kursen oder Freiarbeit zu kompensieren. Nicht überall gelingt das aber gleich gut. Am Neuruppiner Schinkelgymnasium etwa mussten im zweiten Halbjahr 2016/17 sechs Prozent aller Schulstunden in der Sekundarstufe 1 ersatzlos gestrichen werden – das ist mehr als im Landesdurchschnitt.

Unterrichtsausfall ist für Schüler, die kurz vor ihrem Abitur stehen, besonders bedenklich. Deshalb hatte sich im Frühjahr auch Daniel Nottle aus Rüthnick zu Wort gemeldet. Der 19-Jährige, der am Schinkelgymnasium gerade seine Schulzeit beschließt, hatte im Frühjahr eine Petition gestartet und darin gefordert, dass auf dem Zeugnis nicht allein die Fehlzeiten des jeweiligen Schülers aufgeführt werden, sondern auch die Fehlzeiten der Lehrer. Der Grund: Wenige Wochen vor dem Abitur erkrankte die Bio-Lehrerin von Nottles Klasse. Zudem musste im Vorjahr der Englisch-Kurs aufgeteilt werden, weil sich kein Ersatz für eine schwangere Englischlehrerin fand.

Online-Petition nicht erfolgreich

Die Online-Petition von Nottle haben zwar 2000 Menschen unterstützt, wobei 957 aus der Mark stammen. Doch wird der Forderung wohl nicht nachgekommen. „Warum sollten wir das tun? Es nützt dem Schüler nichts, wenn das auf dem Zeugnis steht“, sagte gestern Ralph Kotsch, der Sprecher des Bildungsministeriums in Potsdam. Denn den Arbeitgeber interessiere das nicht. Hinzu komme der Verwaltungsaufwand, der für das Aufschlüsseln der Fehlzeiten erforderlich wäre. Denn dazu gehörten auch Klassenfahrten sowie hitzefrei.

Von Andreas Vogel

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