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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Mega-Stau am Morgen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Mega-Stau am Morgen
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02:15 29.05.2016
Kleine Arbeit, große Wirkung am Kreisel in der Fehrbelliner Straße in Neuruppin. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Nichts geht mehr. Kilometerweit reiht sich am Donnerstagmorgen Auto an Auto stadteinwärts auf der Fehrbelliner Straße in Neuruppin. Der Grund ist für die Kraftfahrer nicht erkennbar. Ist es ein Unfall? Wird der Seitenstreifen gemäht? Oder ist einfach ein Auto stehen geblieben, an dem nur schwer vorbeizukommen ist? Es ist nichts von alledem. Vielmehr sind Mitarbeiter einer Straßenbaufirma aus Mecklenburg-Vorpommern dabei, die Markierungen am Kreisel in der Fehrbelliner Straße zu erneuern. Die sonst viel befahrene Heinrich-Rau-Straße ist deshalb gesperrt, Autofahrer können nur direkt in die Stadt reinfahren. Allerdings regelt eine Ampel den Verkehr. Denn der Kreisel ist stets nur in eine Richtung befahrbar.

Die Stadtlinie wird verkürzt, Busse fahren nur noch im Stundentakt

„Wir sind rechtzeitig über die Arbeiten informiert worden“, sagt Henri Kmoschek, Niederlassungsleiter der Busgesellschaft ORP in Neuruppin. Geholfen hat das den Busfahrern wenig. Auch sie stecken im Stau fest. Die gesamte Stadtlinie ist betroffen. Die Verspätung summiert sich auf bis zu eine Stunde. Dabei fährt die Stadtlinie eigentlich alle 20 Minuten zwischen Alt Ruppin, der Innenstadt und Treskow. „Wir müssen so agieren, dass nicht plötzlich alle Busse in Treskow feststecken“, sagt Kmoschek. Also wird die Stadtlinie um einige Stationen verkürzt, mehrere Busse fahren zudem nur noch im Stundentakt. Irgendwie soll der Busverkehr trotz der Markierungsarbeiten am Kreisel aufrechterhalten werden.

Das Verständnis für die Arbeiten hält sich bei vielen Kraftfahrern in Grenzen. Zum einen waren sie nicht vorgewarnt, zum anderen war der Kreisverkehr an der Fehrbelliner Straße erst im Dezember fertiggestellt worden. Allerdings seien damals wegen der Witterung lediglich Notmarkierungen auf den Straßenbelag aufgebracht worden, sagt Dieter Blank, der Leiter der Landesstraßenmeisterei in Neuruppin. Die Notmarkierungen für Fußgängerüberwege, Randstreifen und Radwege sind kaum noch zu sehen. Sie wurden am Donnerstag durch sogenannte strahlend-weiße Kaltplastik ersetzt. Das 2-Komponenten-Gemisch soll zwei Jahre halten, heißt es.

Warum wurde nicht nachts gearbeitet?

Warum die Markierungen nicht nachts oder an einem Wochenende aufgebracht wurden, sondern ausgerechnet bei dem allmorgendlichen Berufsverkehr, das weiß Straßenmeister Blank nicht. „Ich kenne die Verträge mit der ausführenden Firma nicht.“

Die Autofahrer mussten sich am Donnerstag bis kurz nach Mittag in Geduld üben. Dann sind die Arbeiten beendet, sogar vorzeitig. Die Firma hatte damit gerechnet, dass sie auch noch am Freitag am Kreisel zu tun haben wird. Doch der Verkehr floss ab 14 Uhr wieder zügig durch den Kreisverkehr.

Nächste Kreiselbaustelle folgt im September

Die nächste Baustelle ist allerdings schon in Sicht: Ab September will das Land den Kreisverkehr an der Neustädter Straße für rund eine Million Euro neu bauen. Bis zum Jahresende soll das geschafft sein. Während der Bauzeit müssen Kraftfahrer mit Einschränkungen und Umleitungen rechnen. Die Sanierung des Kreisverkehrs in der Neustädter Straße ist stark umstritten. Denn der Kreisel wird nicht nur saniert, sondern ebenfalls verkleinert. Mehrere Stadtverordnete bezweifeln, dass das sinnvoll ist. Denn bei einem kleineren Kreisel drohe häufiger ein Stau als bei einem großen.

Von Andreas Vogel

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