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Neuruppin: Mehr Anträge auf Wohngeld

Bund zahlt höheren Zuschuss Neuruppin: Mehr Anträge auf Wohngeld

Mehr als 2600 Anträge auf Wohngeld wurden im vergangenen Jahr in Ostprignitz-Ruppin gestellt. Für dieses Jahr rechnen Experten mit einem deutlichen Anstieg. Grund: Der Bund zahlt einen höheren Zuschuss. Allerdings fällt dieser in Wittstock deutlich geringer aus als in Neuruppin und Kyritz.

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Senioren mit kleiner Rente und Familien mit geringem Einkommen können Wohngeld beantragen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Kreisverwaltung in Neuruppin rechnet in diesem Jahr mit deutlich mehr Anträgen auf Wohngeld als im vergangenen Jahr. Grund: Zum Januar sind einige Änderungen beim bundesweit geltenden Wohngeldgesetz in Kraft getreten, sagt Simone Valerius, Teamleiterin beim Sozialamt der Kreisverwaltung.

Wittstocker erhalten weniger als Kyritzer und Neuruppiner

Demnach hat der Gesetzgeber die Zuschüsse an die Bruttokaltmiete und die gestiegenen Verbraucherpreise angepasst. In der Folge dürfen sich alle, die auf Wohngeld angewiesen sind, über eine Erhöhung freuen. Allerdings fällt diese in Wittstock deutlich geringer aus als beispielsweise in Neuruppin und Kyritz. „Wittstock wurde bei der Mietstufe zurückgestuft“, erklärt Valerius. Ursache dafür dürften die vergleichsweise geringen Mieten der bisherigen Wohngeldempfänger sein. Gleichwohl erhält kein Wittstocker, der auf den Zuschuss angewiesen ist, nun weniger Wohngeld. Dieses wird lediglich nicht so stark erhöht wie in Kyritz oder Neuruppin. Ein Beispiel: Ein alleinstehender Rentner in der Dossestadt, der bis Dezember einen monatlichen Zuschuss von 308 Euro erhielt, um seinen Lebensunterhalt decken zu können, bekommt nun 312 Euro im Monat. Ein alleinstehender Senior mit wenig Rente, der in Kyritz oder Neuruppin lebt, erhält nun 351 Euro als monatlichen Zuschuss.

„Wir freuen uns, wenn alle Betroffenen mehr Wohngeld erhalten“, betont Valerius. Damit dies geschieht, muss jedoch erstmal ein Antrag gestellt werden. Die Wohngeldstelle prüft dann, ob der Anspruch berechtigt ist. Kriterien sind das zur Verfügung stehende Haushaltseinkommen, die Höhe der Miete ohne Heiz- und Warmwasserkosten sowie die Zahl der Personen, die in dem Haushalt leben. Ausgeschlossen vom Wohngeld sind Bezieher von Arbeitslosengeld II, alleinstehende Bafög-Empfänger sowie Haushalte, die Grundsicherung erhalten. Denn in jenen Hilfen sind bereits Zuschüsse für die Miete enthalten, so Valerius.

1600 Anträge wurden 2015 in Ostprignitz-Ruppin bewilligt

Mehr als 1500 Anträge auf Wohngeld sind im vergangenen Jahr beim Landkreis eingegangen, der sich um alle Gemeinden außer Neuruppin kümmert und gut 900 Anträge bewilligt hat. Hinzu kommen die fast 700 Anträge, die die Fontanestadt 2015 bewilligt hat. Antragsberechtigt sind nicht nur alleinstehende Senioren mit kleiner Rente, sondern ebenfalls Familien mit Kindern und geringem Einkommen sowie im Einzelfall sogar Eigenheimbesitzer. Experten rechnen durch die Änderungen beim Wohngeld mit 75 Prozent mehr Anträgen als bisher. Ob der Anstieg auch in Ostprignitz-Ruppin so groß ausfallen wird, ist unklar. „Viele haben nach wie vor Scheu, zum Sozialamt zu gehen und um einen Zuschuss zu bitten“, sagt Teamleiterin Valerius.

Das Wohngeld wird normalerweise für zwölf Monate bewilligt. Wer diesen Zuschuss 2015 beantragt hat, muss also eigentlich nichts tun. Die Behörde berücksichtigt das höhere Wohngeld und zahlt diesen Betrag auch.

Von Andreas Vogel

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