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Neuruppin: Mitarbeiter bangen um Jobs

Wäscherei Promint wird geschlossen Neuruppin: Mitarbeiter bangen um Jobs

Was mit den 73 Mitarbeitern der Wäscherei Promint in Neuruppin passiert, ist noch völlig unklar. Vergangene Woche hatten die Marseille-Kliniken überraschend angekündigt, den Standort zu schließen. Grund seien Klagen der Anwohner. Den Beschäftigten ist dabei angeboten worden, an einem neuen Standort in Bernau zu arbeiten – bei Proment.

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Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Nachdem die Marseille-Kliniken in der vergangenen Woche überraschend angekündigt hatten, die Neuruppiner Promint-Wäscherei Ende September schließen zu wollen, ist noch völlig unklar, was mit den insgesamt 73 Mitarbeitern passiert. Den Beschäftigten war angeboten worden, an einem neuen Standort in Bernau weiterarbeiten zu können. Für die Fahrt zum neuen Arbeitsort will die Muttergesellschaft der Promint-Wäscherei, die Hamburger Marseille-Kliniken, eigenen Angaben zufolge Dienstwagen bereitstellen. Wie viele Mitarbeiter dieses Angebot jedoch tatsächlich annehmen werden, sei „momentan noch nicht absehbar“, sagt Vorstandsmitglied Dieter Wopen.

Eigentlich sollte der Standort erweitert werden

Eigentlich hatte die Promint-Wäscherei ihren Standort in Neuruppin erweitern wollen. Erst im Juni hatte der Landkreis eine entsprechende Baugenehmigung erteilt. Allerdings hatten sich Anwohner mit Klagen gegen die Geruchsbelästigungen und den Lärm durch die Wäscherei gewehrt. Auch deshalb entschieden sich die Marseille-Kliniken schließlich gegen einen Ausbau des Neuruppiner Standortes: „Die Klagen der Anwohner sind in unsere Entscheidungsfindung eingeflossen“, hieß es.

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Die Ankündigung der Schließung kam auch für Bürgermeister Jens-Peter Golde „völlig überraschend“. Sicherlich sei der Standort inmitten eines Wohngebietes schwierig, so Golde. In einem Gespräch vor zwei Jahren habe die Stadt deshalb den Marseille-Kliniken einen alternativen Standort im Treskower Gewerbegebiet angeboten. „Wir haben versucht, das Unternehmen in der Stadt zu halten“, sagt Golde. Trotzdem lehnten die Marseille-Kliniken damals ab. „Wir haben damals nicht verstanden warum“, sagt Kämmerer Willi Göbke. Der Preis des Geländes sei günstig und die Autobahn leichter erreichbar gewesen.

In Bernau arbeiten derzeit 23 Leute

Sollten die Promint-Beschäftigten nach Bernau wechseln, arbeiten sie künftig für eine Firma mit recht ähnlichem Namen – Proment. Anfang August hatte die den Marseille-Kliniken zugehörige Proment dort eine Wäscherei übernommen, die künftig das gesamte Auftragsvolumen aus Neuruppin abarbeiten soll. Wopen zufolge arbeiten dort zurzeit 23 Beschäftigte. Wie viele Mitarbeiter aus Neuruppin dorthin wechseln, könnte sich bei einer Mitarbeiterversammlung Mitte September herausstellen.

Völlig offen ist, was mit dem Gelände und der Wäscherei in Neuruppin geschehen soll. „Die Nachnutzungsoptionen werden noch überprüft“, sagte Wopen.

Von Frauke Herweg

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