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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Mutter-Kind-Zentrum wird 2017 eröffnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Mutter-Kind-Zentrum wird 2017 eröffnet
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00:18 29.05.2016
Chefarzt Michael Kölch (r.) und sein Vorgänger Reinhard Weber-Steinbach hatten ihren Spaß beim Frühlingsfest der Kliniken. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Die Ruppiner Kliniken wollen ihr neues Mutter-Kind-Zentrum Anfang nächsten Jahres eröffnen. „Die Arbeiten liegen im Plan“, versicherte Klinikgeschäftsführer Matthias Voth am Mittwochnachmittag beim Frühlingsfest der Pro-Klinik-Holding. Das Mutter-Kind-Zentrum entsteht seit November im denkmalgeschützten Haus S, das dazu völlig entkernt wurde. Sollen doch dort Frühgeborenenstation und Kreißsäle Wand an Wand untergebracht sein. Rund 4,5 Millionen Euro investieren die Kliniken in dieses Projekt.

Voth nutzte das Frühlingsfest, um Michael Kölch als neuen Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Neuruppiner Krankenhaus vorzustellen. Der 46-jährige Kölch, der aus Augsburg stammt, ist Nachfolger von Reinhard Weber-Steinbach, der die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Neuruppin mit aufgebaut und mehr als 20 Jahre geleitet hat. Weil die Berufung von Kölch, der zugleich Professor an der in Neuruppin ansässigen Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) ist, länger als geplant dauerte, half Weber-Steinbach der Klinik sogar noch nach seiner offiziellen Verabschiedung. „Ich habe im März ein wohl gestaltetes Haus übernommen“, betonte Kölch. Ihn reizte neben der Nähe zu Berlin die Lehre an der neuen Hochschule. „Das ist ein mutiges Projekt.“

Kölch: Jeden kann eine psychische Erkrankung treffen

Der neue Chefarzt will daran arbeiten, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht stigmatisiert werden. „Jeden kann eine psychische Erkrankung treffen“, so Kölch. Das trifft im Besonderen auf Kinder und Jugendliche zu. Laut Experten durchlebt jeder fünfte Heranwachsende in Deutschland eine psychisch auffällige Phase.

Kölch hat in Rostock, Berlin und Wien studiert und danach zunächst in der Berliner Charité gearbeitet. Anschließend wechselte er nach Ulm, bevor er 2011 in die Hauptstadt zurückkehrte. Der Wahlberliner sieht es als seine Aufgabe an, neue Versorgungswege für Patienten zu finden. „Es ist nicht gut, wenn Patienten für eine Behandlung zwei Stunden fahren müssen.“ Derartige Situationen gebe es nicht nur in der Mark, sondern ebenfalls im Bayrischen Wald, so Kölch. In Neuruppin unterstehen ihm 36 vollstationäre Betten sowie je neun Betten in den Tageskliniken von Neuruppin und Kyritz. Ab 2017 will er überregionale Veranstaltungen zu Themen der Kinder- und Jugendpsychiatrie nach Neuruppin holen.

Von Andreas Vogel

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