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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Nachfrage nach E-Bikes verhalten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Nachfrage nach E-Bikes verhalten
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02:16 18.07.2015
Karl-Heinz Dziamski zeigt ein E-Bike aus seinem Sortiment. Quelle: Mischa Karth
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Neuruppin

Birgit Furkert ist mit ihrem E-Bike sehr zufrieden. Vor anderthalb Jahren hat die Neuruppinerin das Elektrofahrrad gekauft. Nach kleineren technischen Problemen zu Beginn möchte sie den batterieunterstützten Drahtesel inzwischen nicht mehr missen. „Mein Lebensgefährte hatte sich schon vorher ein E-Bike angeschafft“, erzählt Birgit Furkert. „Ich konnte einfach nicht mithalten“, sagt sie und lacht. Ins Grübeln kam sie wegen des hohen Anschaffungspreises. Einstiegsmodelle kosten knapp 1500 Euro, das Fahrradcenter Tack in Neuruppin beispielsweise führt erst Modelle ab 2000 Euro aufwärts. Kein Pappenstiel.

Für manche eine Alternative zum Zweitwagen

„Für manche ist es die Alternative zum Zweitwagen“, sagt Karl-Heinz Dziamski vom Fahrradcenter Tack. Rund 20 E-Bikes habe man im Jahr zuvor verkauft, sagt Dziamski. „Es könnten noch mehr sein, aber wir haben uns gegen Quantität und für zufriedene Kunden entschieden“, so Dziamski. Das Problem sei, dass die Weiterentwicklung der Räder schnell voranschreite und inzwischen viele verschiedene Antriebsarten auf dem Markt seien. Die Räder, die er verkauft, will er auch selbst warten können, sagt Dziamski. Vor acht Jahren ging das erste Elektrofahrrad bei Tack über die Ladentheke.

Je nach Einstellung lassen sich aktuell zwischen 50 und 140 Kilometer mit der Batterieladung eines Pedelec zurücklegen. Pedelec, so heißen die Elektrofahrräder, bei denen der Nutzer einen Anteil mit Muskelkraft selbst beisteuern muss. Dies verhindert, dass die Fahrzeuge kennzeichnungspflichtig werden. Im „Turbo-Modus“ ist es allerdings nur noch ein Mittreten. Dafür regeln die Motoren bei 25 Stundenkilometern ab. Die Batterie wieder vollzuladen, dauert rund vier Stunden. Für viele ältere Kunden sei die Gewissheit, bei schwindenden Kräften eine Hilfe zuschalten zu können, ein Kaufgrund, berichtet Dziamski – auch wenn sie diesen zunächst gar nicht nutzen würden.

Lange Touren gehen weniger in die Beine

Birgit Furkert hat Ausflüge ins Umland gemacht. Dank Dachgepäckträger am Auto ging es mit den E-Bikes auch an die Ostsee. „40, 50 Kilometer lange Touren haben wir schon unternommen“, sagt Furkert. Sie wählt meist die mittlere Stufe für den Motor. „Das ist ne richtig gute Sache und macht Spaß“, findet sie. Allerdings ist Furkert auch immer ein wenig in Sorge um das Rad. „Es ist ja doch ein Wert“, sagt sie.

Dass E-Bikes nach wie vor ein gutes Stück teurer als konventionelle Fahrräder sind, zeigen auch die Leihgebühren. Christa Glaser von Rhinpaddel glaubt, dass die 20 Euro Leihgebühr, die pro E-Bike am Tag bei seinem Verleih fällig werden, „manchen Leuten einfach zu teuer sind“. Deshalb hat Rhinpaddel derzeit lediglich zehn Elektrofahrräder im Bestand, vier davon in Rheinsberg im Hafendorf. „Die Nachfrage nach E-Bikes ist verhalten“, bilanziert Glaser. Sie sieht neben den hohen Preisen noch einen anderen Faktor als Problem: die Fahrradrouten. „In unserer Region müsste noch eine Menge getan werden, was die Radwege angeht“, findet Glaser. Über Stock und Stein zu fahren sei für viele Touristen nicht attraktiv – weder mit E-Bike noch mit gewöhnlichem Fahrrad.

Von Mischa Karth

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