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Neonazi-Aufmarsch in Neuruppin gestoppt

Hunderte Menschen stellen sich Rechtsextremen in den Weg Neonazi-Aufmarsch in Neuruppin gestoppt

So hatten sich die Rechtsextremen ihren Aufmarsch in Neuruppin sicher nicht vorgestellt. Nur wenige Hundert Meter konnten sie marschieren, dann mussten sie vor der friedlichen Übermacht der Gegendemonstranten kapitulieren. Die Polizei löste die Veranstaltung auf und eskortierte die Neonazis zurück zum Bahnhof.

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Bunt statt braun - am Samstag gab es kein Durchkommen für die Rechtsextremen in Neuruppin.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Mehrere Hunderte Menschen haben am Samstag friedlich gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Neuruppin protestiert. Der Aufzug kam nicht so voran wie geplant. Demonstranten versperrten den Teilnehmern aus der rechten Szene den Weg, sagte ein Polizeisprecher. Deren Organisator sei eine Ausweichroute vorgeschlagen worden. Diese habe er abgelehnt und die Veranstaltung von sich aus beendet. Rund 600 Neonazis waren angereist. Beamte begleiteten diese zum Bahnhof.

Der Bürgermeister von Neuruppin, Jens-Peter Golde (Pro Ruppin), wertete den Abbruch des Aufzugs als Erfolg. Es habe verhindert werden können, dass die Neonazis ihre Kundgebung vor dem Fontane-Denkmal abhalten konnten und sich zurückziehen mussten, sagte er.

Die demokratischen Kräfte seien gegen die Neonazis gut aufgestellt. Neuruppin sei eine Kultur- und die Fontane-Stadt. Der Bürgermeister betonte: "Trotzdem ist der Umzug der Rechten eine Belastung, die mich ärgert."

Der Demonstrationszug der Neonazis startete bereits zu spät, weil es zu vielen Gegendemonstrationen kam.

Der Tag im Liveticker unter: www.MAZ-online.de/neuruppin

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Erstes Fazit
Nach Einschätzung der Polizei sind alle neun Veranstaltungen in der Stadt im Großen und Ganzen friedlich verlaufen. Bei einem Zwischenfall seien allerdings Polizisten von Teilnehmern aus dem linken Spektrum mit Böllern angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Die Beamten wehrten sich mit Pfefferspray.

Insgesamt sicherten rund 1500 Polizisten die Aktionen in der Stadt. Die Brandenburger hatten Verstärkung aus Hamburg und Niedersachsen erhalten. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) machte sich vor Ort ein Bild vom Geschehen.

Zahlreiche Vereine, Kirchen, Gewerkschaften, Initiative und Verbände stellten sich dem Nazi-Aufmarsch entgegen und organisierten unter dem Motto «Schöner leben ohne Nazis - Vielfalt ist unsere Zukunft» ein großes Fest. Landtagspräsidentin Britta Stark hatte es am Vormittag eröffnet.

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Liveticker zur Neonazi-Demo und zu Gegendemos am Sonnabend

Hunderte Neonazis wollten am Samstag durch Neuruppin marschieren. Doch die Stadt will lieber "schöner leben ohne Neonazis" und stellte sich den Neonazis immer wieder konsequent in den Weg. Es gab kein Durchkommen. Die Polizei löste daraufhin den Aufmarsch auf, aber der braune Spuk ist noch nicht vorbei. Hier der Tag im Liveticker .

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