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Neuruppin: Neues Heim für Flüchtlinge

LEB verkauft ihr Haus Neuruppin: Neues Heim für Flüchtlinge

Die Ländliche Erwachsenenbildung Prignitz-Havelland (LEB) zieht sich aus wirtschaftlichen Gründen aus Neuruppin zurück. Um ihre Standorte in Friesack, Perleberg und Rathenow erhalten zu können, hat die LEB ihr Haus in der Fontanestadt an den Landkreis verkauft. Dieser lässt es jetzt zu einem Wohnheim für bis zu 120 Flüchtlinge ausbauen.

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Der Energiepark der LEB soll erhalten bleiben.
 

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin.  Der Landkreis wird neben der alten Panzerkaserne in Neuruppin ein neues Flüchtlingsheim einrichten. In dem Haus an der Alt Ruppiner Allee, das bisher der Ländlichen Erwachsenenbildung Prignitz-Havelland (LEB) gehörte, sollen bis zu 120 Asylbewerber untergebracht werden.

Die LEB verlässt aus wirtschaftlichen Gründen Neuruppin. Sie hat ihr Haus an den Landkreis verkauft und konzen­triert sich nunmehr auf ihre Standorte Friesack, Perleberg und Rathenow. Vier Mitarbeitern in Neuruppin sei gekündigt worden, sagte am Dienstag LEB-Geschäftsführerin Birgit Habermann. Die mehr als 30 Ein-Euro-Jobber, die in Neuruppin und im Umland arbeiten, sollen ihre geförderten Maßnahmen beenden können – entweder bei der LEB oder bei einem anderen Bildungsträger. Gespräche zur Übernahme der Projekte laufen, so Habermann. Auch das Arbeitsamt sei informiert. Um den Energiepark zu erhalten, ist die LEB mit den Neuruppiner Stadtwerken im Gespräch. Die Ein-Euro-Jobber im Raum Neuruppin sollen vorerst vom LEB-Standort Friesack (Havelland) aus betreut werden. „Wenn es der Wirtschaft schlecht geht, geht es Bildungsträgern gut. Jetzt geht es aber der Wirtschaft gut“, so Habermann. Deshalb hatte der Bund in den vergangenen Jahren auch die Zuschüsse für den geförderten Arbeitsmarkt immer weiter gekürzt (die MAZ berichtete).

 Die Kreisverwaltung hofft, dass noch im ersten Quartal des nächsten Jahres Flüchtlinge in dem einstigen LEB-Gebäude in Neuruppin untergebracht werden können. In der Fontanestadt gibt es bereits in Treskow ein Übergangswohnheim mit gut 200 Plätzen sowie mehrere Wohnungsverbunde für Flüchtlinge. Aktuell leben mehr als 300 Asylbewerber in Neuruppin. Der Landkreis muss in diesem Jahr noch mehrere hundert Flüchtlinge aufnehmen.
 

Von Andreas Vogel

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