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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Notbetten bestellt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Notbetten bestellt
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02:16 21.09.2015
Flüchtlinge auf Notbetten in Turnhallen – das ist auch in Ostprignitz-Ruppin nicht mehr ganz ausgeschlossen. Quelle: dpa
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Neuruppin

Angesichts des anhaltenden Flüchtlingsstromes stellt sich die Kreisverwaltung in Neuruppin jetzt auch auf das Unterbringen von Asylbewerbern in Notunterkünften ein. „Wir haben bereits Notbetten bestellt“, sagt Sozialdezernentin Waltraud Kuhne. Allerdings hoffe der Kreis weiter, auf die Notbetten nicht angewiesen zu sein.

Bisher konnten die mehr als 600 Flüchtlinge, die bereits in diesem Jahr in Ostprignitz-Ruppin angekommen sind, in Wohnungen, Wohnverbünden und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. „Wir mussten nicht auf Zelte und Turnhallen zurückgreifen“, betonte Kuhne im Sozialausschuss. Jedoch sei fraglich, wie lange das noch durchgehalten werden könne. Laut dem Verteilungsschlüssel des Landes muss Ostprignitz-Ruppin bis zum Jahresende noch mehr als 600 Flüchtlinge aufnehmen, nämlich monatlich 157. „Das schaffen wir nicht“, so Kuhne. Deshalb sind bereits vorsorglich Notbetten bestellt worden. In welchen Gebäuden und Hallen und in welchen Orten diese aufgestellt werden sollen, das ließ die Dezernentin offen. Kuhne stellte jedoch klar, dass der Kreis nicht in der Situation sei, sich Unterkünfte aussuchen und jeden Einwand von Bürgermeistern und Ortsvorstehern zu ausgewählten Gebäuden berücksichtigen zu können. Gleichwohl sei der Kreis an einem Einvernehmen mit den Gemeinden interessiert.

Dieses Interesse hatten zuletzt vor allem die Einwohner von Zechlinerhütte und Luhme vermisst. Viele Einwohner der zu Rheinsberg gehörenden Orte stören sich daran, dass bei ihnen gleich so viele Flüchtlinge untergebracht werden sollen, nämlich 98 in Zechlinerhütte und 80 in Luhme (die MAZ berichtete). Inzwischen ist die Kritik nahezu verstummt.

Indes ist der Landkreis weiter auf der dringenden Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge, um nicht auf Notunterkünfte ausweichen zu müssen. „Wir nehmen jede Wohnung, die wir bekommen können“, betont Landrat Ralf Reinhardt (SPD) seit Tagen. Voraussetzung sei lediglich, dass die Wohnung auch bezugsfertig ist. Zwar plant der Kreis auch weiterhin, die ehemalige Panzerkaserne an der Alt Ruppiner Allee als Unterkunft für Flüchtlinge zu nutzen. Aber noch ist offen, ab wann das möglich ist. Denn das Gebäude gehört der Brandenburgischen Boden Gesellschaft (BBG). Die Gespräche mit der BBG laufen seit Monaten. Selbst wenn sich beide Seiten in den nächsten Tagen über die Konditionen einigen, wird es einige Monate dauern, bis das seit Jahren leer stehende Haus saniert ist und genutzt werden kann.

Die Kreisverwaltung überlegt deshalb ebenfalls, Container als Unterkünfte für Flüchtlinge anzumieten. Doch ist der Markt für Wohncontainer in Deutschland nahezu leer gefegt. Zwar will das Neuruppiner Unternehmen Opitz-Holzbau jetzt Container aus Holz als Unterkünfte für Flüchtlinge bauen. Diese Container sollen schnell errichtet werden können und am 2. Oktober in Treskow vorgestellt werden (die MAZ berichtete). Aber auch diese benötigen an ihrem Stellplatz Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser. Das braucht ebenfalls Zeit.

Landrat Reinhardt setzt deshalb auch auf das Engagement der Einwohner. „Wir sind guten Mutes, noch weitere Wohnungen erhalten zu können.“

Von Andreas Vogel

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