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Ostprignitz-Ruppin Lust und Frust bei der SPD
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lust und Frust bei der SPD
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21:54 12.01.2014
Die SPD-Mitglieder bei der Abstimmung im Café Tasca. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

"Hier geht es durchaus auch um Quantität", ermunterte Ivo Haase, Chef des Ortsvereins, die 35 Anwesenden, sich noch aufstellen zu lassen. Vier Mitglieder meldeten sich noch spontan, die Abstimmung bestätigte die 15 Kandidaten mehrheitlich. Es sind Marion Liefke, Nico Ruhle, Hannelore Gußmann, Michael Bülow, Christiane Doll, Dieter Böttcher, Frank Janda, Vincent Dallmann, Wolfgang Ludwig, Klaus-Dieter Miesbauer, Maik Kliemann, Ingo Wichmann, André Wiesner, Robert Liefke und Johannes Bunk.

Vorangegangen war eine Diskussion über die geplante Sitzung des SPD-Unterbezirkes Ostprignitz-Ruppin im Januar, bei der die Kandidatenliste eingereicht werden soll. Viel zu spät sei die Einladung eingegangen, beschwerte sich ein Mitglied und regte an, die geplante Sitzung wegen Nichteinhaltung der Fristen platzen zu lassen. "Wofür haben wir denn Richtlinien aufgestellt, wenn diese dann nicht eingehalten werden?" Die Frage wurde kontrovers diskutiert, letztlich einigten sich die Mitglieder mehrheitlich darauf, das Versäumnis beim Unterbezirk anzumahnen.

Ohnehin sind die Neuruppiner SPDler nicht sonderlich gut auf den Unterbezirk zu sprechen, zu dem unter anderem auch Lindow, Rheinsberg, Fehrbellin und Temnitz gehören. "Eigentlich macht es für uns in Neuruppin kaum einen Unterschied, ob es den Unterbezirk gibt oder nicht", fasst Ortsvereinschef Ivo Haase zusammen. "Wir haben größtenteils deren Arbeit mitgemacht", sagt er und verweist auf den Wahlkampf für den Bundestag. Für die kommenden Landtagswahlen fordert Haase, dass auch diejenigen anpacken, "die ihren Kandidaten durchgedrückt haben". Damit spielt er auf sein Unterliegen gegen die Rheinsberger SPD-Kandidatin Ulrike Liedtke an. "Bisher haben wir die Hauptarbeit gemacht, während anderswo mit Ausreden geglänzt wurde." Die Entschuldigung, dass Neuruppin mit 79 Mitgliedern der stärkste Ortsverein des Unterbezirks sei, könne er nicht mehr hören.

Nico Ruhle stellte am Sonnabend das Wahlprogramm für die Kreistagswahl vor. Drei Kernthemen seien der SPD wichtig, oberste Priorität habe der Stellenwert der Kinder in der Region - sei es bei den Schulen, der Kreismusikschule, den Sportvereinen oder dem Netzwerk Gesunde Kinder. "Wir können es uns nicht leisten, weniger für die Kinder zu tun, auch wenn es perspektivisch weniger werden." Kleine Schulstandorte dürften nicht geschlossen werden. "Kleine Wege für kleine Füße", das solle Motto sein.

Als Entlastung für junge Familien mache sich die SPD für eine "Windel-Tonne" stark: Junge Familien mit Kindern im Windelalter sollen demnach keine Mehrkosten bei der Abfallentsorgung haben. Weiterhin benennt Ruhle den menschlichen Zusammenhalt in der Region als Anliegen der Parteiarbeit. Die SPD setze hier auf "zwischenmenschliche Kontakte - auch außerhalb von Trägern". Gemeint sind Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Rentnerverbunden, dem Asylbewerberheim. Auch attraktive Lebensbedingungen stehen im Fokus, so etwa die ärztliche Versorgung. "Da ist noch Potenzial nach oben", sagte Ruhle. Er gab aber zu bedenken, dass das Land zukünftig immer weniger Mittel zur Verfügung stellen wird. "Das wird Auswirkungen auf den Kreis haben."

Von Regine Buddeke

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