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Neuruppin: Schnell ist oft nicht schnell genug

Internet-Planer hoffen auf den Bund Neuruppin: Schnell ist oft nicht schnell genug

Viele Orte sind inzwischen mit schnellen DSL-Internetanschlüssen versorgt. Einziges Problem: Der DSL-Standard ist inzwischen überholt. Für moderne Anwendungen reicht die Geschwindigkeit längst nicht mehr aus. Doch einmal geförderte Internetleitungen noch schneller zu machen ist nicht einfach.

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In vielen Orten gibt es inzwischen neue Internetleitungen. Doch einfach DSL-Anschlüsse sind inzwischen überholt und längst nicht schnell genug für moderne Anwendungen.

Quelle: dpa

Neuruppin. Die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg (REG) prüft gerade, wie das Internet in Ostprignitz-Ruppin noch schneller ausgebaut werden kann. Ziel ist es, den aktuellen Standard VDSL möglichst flächendeckend durchzusetzen. Herkömmliche DSL-Anschlüsse liefern eine Datenübertragung von bis zu 16 Megabit pro Sekunde. Für viele Unternehmen, geplante Internetangebote von Behörden und vor allem für den Ausbau der Telemedizin ist das aber viel zu wenig. Dafür sind eher Geschwindigkeiten von 50 Megabit nötig. Und die sind mit den herkömmliche Kupferkabeln, die in Ostdeutschland nach der Wende flächendeckend verbaut wurden, schlicht nicht möglich. Moderne Glasfaserleitungen müssten her – und zwar überall.

Damit es überhaupt akzeptable Internetverbindungen gibt, wurden in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Förderprogrammen in vielen Orten die Leitungen ausgebaut. Damit entstand zwar ein Basisangebot, für moderne Anwendungen reicht das aber längst nicht aus. Bund und Land stellen zwar immer wieder Fördermittel bereit, um die Netze weiter zu verbessern. Nur können davon immer weniger Orte profitieren. „Es gibt das Verbot der Doppelförderung“, sagt Christian Fahner von der REG in Neuruppin. Wo in den vergangenen Jahren schon einmal Fördermittel in den Internetausbau geflossen sind, dürfen keine weiteren Zuschüsse fließen. Auch nicht, um den Minimalstandard weiter zu verbessern.

Betroffen ist zum Beispiel das Stadtgebiet von Neuruppin: Weil die Stadt vor Jahren Geld in das Netz gesteckt hat, waren weitere Zuschüsse nicht möglich. Inzwischen haben viele Dörfer schnellere Internetanschlüsse, weil dort zwar später, dafür aber in modernere Technik investiert wurde.

Eine neue Chance könnte ein Förderprogramm sein, das die Bundesregierung im Oktober aufgelegt hat. Ziel ist, bis 2018 ganz Deutschland mit 50 Megabit pro Sekunde zu versorgen. Für welche Orte dieses Programm infrage kommt, prüft die REG gerade. Ein Nachteil ist schon klar: Geld vom Bund gibt es nur, wenn auch Land und Kommunen zahlen.

Von Reyk Grunow

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