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Neuruppin: TKV startet Projekt für Flüchtlinge

Flüchtlinge mit Sport integrieren Neuruppin: TKV startet Projekt für Flüchtlinge

Der Turn- und Kampfsportverein Ruppin (TKV) will ab Ende des Monats einen Teil seiner Trainingseinheiten im Flüchtlingswohnheim in Neuruppin-Treskow absolvieren und spezielle Kurse ebenfalls für Asylbewerber anbieten. Ziel ist der Abbau von Ängsten und Vorurteilen sowie die Integration der Flüchtlinge, sagt TKV-Präsident Dirk Becker.

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Der TKV gehört mit rund 350 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen in Ostprignitz-Ruppin.

Quelle: Privat

Neuruppin. Mit einem Kennenlernfest im Übergangswohnheim in Treskow will der Turn- und Kampfsportverein Ruppin (TKV) am 28. Januar ein Projekt speziell zur Integration von Flüchtlingen starten. Ziel sei, „durch Sport Ängste und Vorurteile abzubauen sowie zum besseren Verständnis fürein­ander zu finden“, sagte gestern TKV-Präsident Dirk Becker. Der Verein plant demnach, dreimal in der Woche rund zweistündige Kurse im Treskower Heim anzubieten. Dabei geht es sowohl um Spielerisches für Kinder, um bei ihnen die Motorik und Koordination zu fördern, als auch um Gymnastik, Aikido, Ju-Jutsu und Karate. Selbst die meditativen Kampfkünste Qi Gong und Tai Chi will der TKV anbieten – und zwar getrennt für Frauen, für Männer sowie für Kinder und Jugendliche. Für die Kurse soll der Sportraum im Heim genutzt werden.

Nach den Strapazen und Traumata während der Flucht quer durch Europa wollen viele Flüchtlinge wieder ihre innere Ruhe finden. Dabei will der TKV mit seinen Angeboten ebenso helfen wie bei der Integration. Diese sei das oberste Ziel, betonte Becker. Nicht zuletzt deshalb wird ein gemeinsames Training mit den deutschen TKV-Mitgliedern im Heim angestrebt.

In dem Verein, zu dem die Abteilungen Karate, Ju-Jutsu, Aikido, Klettern, Tauchen sowie Gesundheitssport gehören, sind neben lizensierten Trainern auch Erzieherinnen, Richter, Polizisten und Journalisten ehrenamtlich tätig. Außerdem hat der TKV, der mit rund 350 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen in Ostprignitz-Ruppin gehört, ebenfalls für die notwendige Betreuung von traumatisierten Flüchtlinge vorgesorgt. Falls dies notwendig wird, stehen ein Diplom-Psychologe sowie eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin zur Verfügung.

Das Integrationsprojekt heißt „Verein vor Ort“. Es ist zunächst auf ein Jahr angelegt und wird von der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin sowie von der Lindower Salus-Klinik gefördert.

Das Kennenlernfest am 28. Januar beginnt um 17 Uhr im Übergangswohnheim in Neuruppin-Treskow mit einer kleinen Vorführung des sportlichen Programms. Danach beantworten Vereinsmitglieder Fragen zu den angebotenen Kursen. Bewohner des Heimes wollen Speisen aus ihrer eigenen nationalen Küche anbieten.

Von Andreas Vogel

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