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Neuruppin: Verein spendet 55 000 Euro

Tempelgarten kann umgestaltet werden Neuruppin: Verein spendet 55 000 Euro

Die Stadt Neuruppin will ihren Tempelgarten nach historischem Vorbild umgestalten. Rund eine halbe Million Euro fließet dafür in die einzigartige Parkanlage in maurischem Stil. Möglich wird das durch noble Spender. Der Neuruppiner Tempelgartenverein hat seit 2015 rund 55 000 Euro gesammelt.

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Bis Dezember wird der Tempelgarten umgestaltet. Gebäude und Plastiken sind bereits saniert.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Jahrelang musste das Vorhaben immer wieder verschoben werden, jetzt will die Stadt Neuruppin endlich beginnen, den Tempelgarten wieder so weit wie möglich in seinen historischen Zustand zurück zu versetzen. Nachdem die Gebäude und die Plastiken samt Sockel in den vergangenen Jahren saniert wurden, beginnt voraussichtlich im Juli die Umgestaltung der Gartenanlage.

Bis Ende des Jahres sollen noch einmal rund 550 000 Euro in den kleinen Park an der Präsidentenstraße fließen. Das meiste Geld stammt aus der Städtebauförderung. Neuruppin muss nur gut 110 000 Euro beisteuern.

Tempelgartenverein übernimmt einen Anteil der Stadt

Die Hälfte dieses Eigenanteils übernimmt der Tempelgartenverein, der die städtische Anlage seit vielen Jahren betreibt. Immer wieder musste Vereinschef Peter Neiß mit ansehen, wie das Vorhaben weiter in die Zukunft geschoben wurde, weil die Stadt das Geld für andere Vorhaben brauchte. Die Chance für eine Umgestaltung des Gartendenkmals wurden damit nicht unbedingt größer. „Die Stadt hat in Zukunft ja auch nicht mehr Geld“, sagt Neiß. 2015 hatte sich der Verein deshalb entschlossen, den halben Eigenanteil der Stadt, rund 55 000 Euro, beizusteuern.

Und das hat tatsächlich geklappt. In nicht einmal einem Jahr haben die Vereinsmitglieder das nötige Geld aufgebracht – ausschließlich aus Spenden. „Wir haben ganz gezielt einzelne Leute angesprochen“, sagt Neiß. Unternehmer, den Rotary Club, die Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin. Jetzt kann der Vereinschef melden: Das Geld ist zusammen. Die letzten 10 000 Euro, die noch fehlten, haben die Stiftung der Raiffeisenbanken und die Raiffeisenbank in Neuruppin zugesagt.

Hauptausschuss muss der Spende erst noch zustimmen

Jetzt müssen nur noch die Stadtverordneten mitspielen. Die Fontanestadt darf die Spende nur annehmen, wenn der Hauptausschuss dem zustimmt, so ist es vorgeschrieben. Der Ausschuss berät in zwei Wochen.

Ziel der Umgestaltung ist es, den Garten wieder annähernd so herzurichten, wie er früher einmal angelegt war. „Ganz wird das sicher nicht gelingen“, sagt Neiß. Im hinteren Teil gab es zum Beispiel einmal dichten Wald; der wird heute kaum noch zu realisieren sein. Die beiden großen Bäume, die einst auf der Innenseite das Haupttor säumten, sollen aber zurückkehren.

Während der Arbeiten bleibt der Park geöffnet

Außerdem werden Wege und Beete nach historischem Vorbild neu angelegt, eingefasst und mit historisch belegten Pflanzen bepflanzt. Auch die sogenannte Wolfsschlucht soll wieder hergestellt werden, erklärt Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott. Sämtliche Strom- und Wasserleitungen werden ebenfalls erneuert.

Während der Bauarbeiten soll der Tempelgarten die gesamte Zeit über für Besucher geöffnet bleiben.

Von Reyk Grunow

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