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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Verein zahlt fürs Saubermachen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Verein zahlt fürs Saubermachen
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02:15 20.02.2016
Das alte Haus des Jugendwohnprojektes an der Neuruppiner Schinkelstraße steht inzwischen leer. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Das frühere Gebäude des Jugendvereins Mittendrin in Neuruppin sorgt bei einigen Stadtverordneten und Ortsvorstehern für Verärgerung. Stöffins Ortsvorsteher Harald Krumhoff ärgert sich aktuell über den Umgang der Stadt mit den Kosten für den Winterdienst und die Straßenreinigung. „Stimmt es, dass das Mittendrin dafür in den vergangenen Jahren nichts bezahlen musste?“, wollte Krumhoff jetzt im Hauptausschuss wissen. Eine heikle Frage angesichts der Diskussion, die viele Neuruppiner Ortsteile gerade über die Kosten für die Gemeindehäuser mit der Stadtverwaltung führen.

Christian Wacker vom Bauhof bestätigt, dass der Jugendverein selbst für das Gebäude an der Ecke Schinkel- und August-Bebel-Straße für den Winterdienst nicht direkt gezahlt hat. Die Arbeiten hat der Bauhof im Auftrag des städtischen Tiefbauamtes ausgeführt. Ob die Kosten auf den Verein umgelegt wurden, konnte Bürgermeister Jens-Peter Golde spontan nicht sicher sagen: „Ich gehe davon aus, dass das nicht in Rechnung gestellt wurde.“ Für Harald Krumhoff wäre das kaum zu glauben: „Das kann ja wohl nicht sein.“ Die Ausgaben müssten über die Betriebskosten auf jeden Fall umgelegt werden, findet er. So sieht es auch der CDU-Fraktionschef Heinz Stawitzki: „Es geht um Gleichbehandlung.“

Stadt legt die Kosten auf die Miete des Jugendvereins um

Dass die Stadt den Bauhof mit der Reinigung beauftragt, sei korrekt, sagt Neuruppins Rathaussprecherin Michaela Ott: „So sieht es auch die Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung vor.“ Danach muss der Eigentümer die Kosten übernehmen – und das ist im Fall des früheren Mittendrin-Gebäudes nun mal Neuruppin. „Die Kosten für Straßenreinigung und -winterdienst in diesem Bereich hat die Stadt als Eigentümerin des Objektes im Rahmen der Betriebskosten­abrechnung auf den Mieter umgelegt“, stellt Michaela Ott zur Beruhigung besorgter Politiker aber klar.

Mit Ablauf seines Mietvertrages ist der Jugendverein Anfang des Jahres aus dem Gebäude an der Schinkelstraße aus- und in den alten Bahnhof umgezogen. Der Zustand, in dem der Verein das Haus hinterlassen hat, sorgte schon früher bei einigen Abgeordneten für Verärgerung. Reparaturen oder eine Sanierung – egal auf wessen Kosten – sind aber nicht geplant, heißt es aus dem Rathaus. Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt Neuruppin das Eckgrundstück in lukrativer Lage für 153 000 Euro öffentlich ausgeschrieben. Es wird verkauft „wie es steht und liegt“, sagt Rathaussprecherin Ott. Der neue Eigentümer muss es für eine neue Nutzung ohnehin komplett umbauen.

Von Reyk Grunow

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