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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Wanderausstellung gegen Rechts eröffnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Wanderausstellung gegen Rechts eröffnet
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10:34 01.06.2015
Die Winterkirche ist seit Sonntag Ausstellungsort. Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Politiker und Sportler zusammenzubringen ist nicht einfach, weder die einen noch die anderen haben Zeit. Doch das Ziel, gemeinsam etwas gegen Rechtsextremismus tun zu können, vereinte sie. Entstanden ist eine Wanderausstellung, die seit gestern in der Neuruppiner Klosterkirche zu sehen ist.

Die Exposition „Vorbilder“ ist ein Projekt des Bundesministeriums des Innern und steht im Zusammenhang mit der Kampagne „Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus – für Anerkennung und Menschenwürde“, die das Sportministerium im Januar 2011 gestartet hat. Gezeigt werden Schwarz-Weiß-Fotografien von Angelika und Bernd Kohlmeier mit Texten von Kathrin Gerlof. Jeweils zwei Menschen trafen sich an einem Ort, der normalerweise dem Sport vorbehalten ist. Sie nahmen sich Zeit, redeten miteinander und fanden einen gemeinsamen Nenner – die Achtung der Menschenwürde.

„Das war gar nicht so einfach“, erzählt die Fotografin Angelika Kohlmeier bei der Ausstellungseröffnung. „Joachim Löw und Winfried Kretschmann haben mich angesehen und gewartet, dass etwas passiert. Ich habe ihnen klar gemacht, dass ich das Geschehen nur dokumentiere und sie selbst etwas aus der Stunde machen müssten.“ So kamen schließlich intensive Gespräche von 22 Sport- und Politikerpaaren zustande: Bautzens Oberbürgermeister Christian Schramm traf auf Line-Dancerin Julia Oertel, Eishockey-Torhüter Leonardo Conti auf den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Eduard Oswald. Bundestagsabgeordneter Michael Kretschmer unterhielt sich mit dem Ruderer Philipp Wende und der Ministerpräsident von Niedersachsen Stephan Weil und die Fifa-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus trafen sich im Fußballstadion von Hannover. Sie waren sich einig: Jeder Anpfiff eines Spiels ist auch ein Anpfiff für Toleranz.

Zwei Jahre vergingen, bis die Schau mit 86 Fotografien und den dazu gehörigen Botschaften im September 2014 eröffnet werden konnte. Dass nun auch die Neuruppiner diese gelungene Ausstellung sehen können, haben sie dem Kulturmanager der Stadt, Mario Zetzsche, dem Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ und der Evangelischen Kirchengemeinde zu verdanken. „Diese Ausstellung passt genau in diesen Zeitraum“, sagte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde, der sich am Sonntag über die große Resonanz freute, die er während der Vorbereitungen zum Aktionstag am 6. Juni bisher von den Neuruppinern erfuhr. „Alle diese Menschen, die sich den Rechtsextremisten entgegen stellen, sind Vorbilder“, sagte Marie-Luise Würtenberger vom Bundesministerium des Innern. „Wir alle können Haltung zeigen und gemeinsame Aussagen formulieren.“

Hinweis: Die Ausstellung ist bis zum 17. Juni im abgeteilten Winterbereich der Klosterkirche zu sehen.

Von Cornelia Felsch

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