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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Zoff um Zuschuss für Mittendrin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin: Zoff um Zuschuss für Mittendrin
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02:15 17.10.2015
Ein offenes Haus: Das Mittendrin präsentiert sich regelmäßig. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Das Jugendwohnprojekt Mittendrin in Neuruppin erhält im nächsten Jahr einen Zuschuss von 17 000 Euro von der Stadt. Dafür hat sich nach einer teils hitzigen Debatte eine deutliche Mehrheit der Stadtverordneten ausgesprochen.

Grund für die Diskussion waren Bedenken aus der CDU/FDP-Fraktion. Denn der Haushaltsplan für das nächste Jahr steht noch gar nicht. „Wir binden uns mit dem Beschluss, obwohl die Zuschüsse für die Jugendarbeit in den vergangenen Jahren gekürzt wurden“, sagte Michael Gayck (CDU). Ronny Kretschmer (Linke) zeigte sich über den Einspruch verwundert. Habe doch auch die CDU vor ein paar Wochen kein Problem damit gehabt, vorzeitig Geld für die Wirtschaftsfördergesellschaft Inkom, für die Fontanegesellschaft und für Sanierungsprojekte in Alt Ruppin freizugeben. Kretschmer vermutete deshalb, dass die CDU dem Mittendrin aus anderen Gründen den Zuschuss nicht gönne und zu „feige“ sei, diese zu nennen. Das wies Gayck empört zurück. „Sie unterstellen mir etwas, was nicht stimmt.“ Gayck beantragte, den Beschluss über den Zuschuss fürs Mittendrin zurückzustellen – dafür stimmten allerdings nur vier Abgeordnete, zwei enthielten sich der Stimme, die Mehrheit lehnte das Ansinnen ab.

Abgeordnete loben die Arbeit des Vereins

Bedenken hatte ebenfalls An­dreas Dziamski (Pro Ruppin). Er lobte zwar, dass das Mittendrin „eine wertvolle Arbeit“ leiste, monierte aber den monatlichen Eigenanteil von 200 Euro. Das sei bei diesem „Riesenprojekt“ einfach zu wenig. Mehr sei nicht möglich, widersprach Oliver Leonhardt vom Mittendrin. Er verwies darauf, dass die Macher 400 000 Euro in die Hand genommen hätten, um den alten Bahnhof zu kaufen und zum neuen Domizil des Mittendrins umzubauen. Denn der Vertrag für das Gebäude in der Schinkelstraße endet in ein paar Monaten. Während in dem alten Gebäude vier Jugendliche wohnen können, die Probleme mit ihren Eltern haben, gebe es im Bahnhof Platz für 13 Jugendliche, die sonst obdachlos wären. In dem neuen Gebäude wohnt zudem bereits eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien. Mehr Einnahmen sind laut Leonhardt dennoch kaum möglich. „Wir richten uns bewusst an Jugendliche, die aus sozial schwachen Familien kommen.“ Zudem habe das Mittendrin keinen höheren Zuschuss als in den Vorjahren beantragt. Vielmehr liegt dieser bisher bei 17 500 Euro. „Wir wollen niemanden etwas wegnehmen“, beteuerte Leonhardt.

„Wir sollten für Planungssicherheit für dieses gute Projekt sorgen“, forderte Hannelore Gußmann (SPD). „Neuruppin sollte stolz sein, so ein Jugendprojekt wie das Mittendrin zu haben“, stimmte Siegfried Pieper (SPD) zu. Ein so langjähriges Engagement sei in Städten von der Größe Neuruppins selten. Indes bedauerte Andreas Haake (Bündnisgrüne), dass nur selten „vorausschauend“ in die Jugendarbeit investiert werden könne. Dabei habe die Politik die Verantwortung, Jugendarbeit angemessen zu unterstützen – und das ordnungsgemäße Verwenden des Geldes auch zu kontrollieren.

Von Andreas Vogel

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