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Ostprignitz-Ruppin Zwei-Minuten-Tanz für Frauenrechte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Zwei-Minuten-Tanz für Frauenrechte
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17:48 14.02.2014
Die Teilnehmer haben für ihren Auftritt eine Choreografie einstudiert. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Ganz so plötzlich wie bei einem Flashmob tauchten die Tänzer gestern nicht auf dem Neuruppiner Schulplatz auf. Schon zehn Minuten zuvor tummelten sich dort Schüler und Eltern.

Als die Musik angeht, sind dann doch ganz schnell alle auf ihrem Platz und fangen an zu tanzen. Zu dem Lied "Sprengt die Ketten" springen, klatschen und drehen sich die etwa 80 Tänzer. "Es ist mein Körper, der ist heilig. Wir sind wundervolle Wesen", hieß es in dem Lied.

"One Billion Rising" nennt sich die Aktion, die gestern weltweit in 1500 Städten auf die Rechte von Frauen hinweisen wollte."Ich bin total überwältigt, wie viele gekommen sind. Etliche haben einfach so mitgemacht", sagte Michaela Rönnefahrt vom Frauenhaus danach. Schon die Probe am Mittwoch war gut besucht. Für Michaela Rönnefahrt gab es noch einen anderen Grund zu feiern: Seit 15 Jahren arbeitet sie nun für das Frauenhaus. "Ich hatte genau heute vor 15 Jahren mein Bewerbungsgespräch", sagt sie. Nach der Choreografie wies sie auf die Missstände hin, die nach Ansicht der Frauenhäuser dringend aufgehoben werden müssen: "Es muss einen Rechtsanspruch auf Schutz und Unterstützung für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt geben", forderte sie.

Kooperiert bei der Umsetzung hat auch die Evangelische Schule. Ein Großteil der Teilnehmer waren Evi-Schüler. "Wir wollen uns alle gegen häusliche Gewalt aussprechen. Das Thema wurde lange totgeschwiegen. Dass man wenig davon hört, heißt aber nicht, dass wenig vorfällt", sagt die 15-jährige Polli. Auch Schüler der Agus-Fachschule waren mit dabei. Sie hatten sich für den Tanz Pullover mit dem Logo der Aktion bedrucken lassen. Bei der Vorführung trugen sie weiße Masken vor dem Gesicht. "Das soll die Unberührtheit symbolisieren", sagt Sebastian Krüger, der im zweiten Ausbildungsjahr als Erzieher ist. Er und seine Mitschüler haben sich zuvor in einer Projektwoche mit Gewalt an Frauen beschäftigt. Nach einigen Minuten ist der Tanz vorbei. Und in Windeseile verschwinden alle. Wie es eben ist bei einem Flashmob.

SO FUNKTIONIERT EIN FLASHMOB

Flashmob heißt frei übersetzt „blitzschnelle Gruppenbewegung“. Die Teilnehmer verabreden einen Ort und eine Zeit, um alle das Gleiche zu machen. Nach einer kurzen Aktion verschwindet jeder wieder. Das soll Aufmerksamkeit der Passanten erzeugen.

Berühmte Aktionen gab es zum Beispiel 2008 in Berlin, als Tausende bei einer Fast-Food-Kette gleichzeitig 10 000 Hamburger bestellten. Zuletzt hatten Piloten mit einem kurzen „Schlaf-Flashmob“ auf ihre zu langen Arbeitszeiten hingewiesen. 

Von Lisa Rogge

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