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Neuruppin als Fußballhochburg

Profis trainieren in der Fontanestadt Neuruppin als Fußballhochburg

In diesem Sommer zieht es wieder namhafte Profimannschaften zur Vorbereitung nach Neuruppin: Seit Sonntag gastiert Dynamo Dresden in Neuruppin, Werder Bremen kommt Mitte Juli bereits zum zweiten Mal in Folge und auch der spanische Erstligist Betis Sevilla wird im Volksparkstadion eine Reihe von Trainingseinheiten bestreiten.

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Bereits im vergangenen Jahr trainierten die Profis von Werder Bremen in Neuruppin.

Quelle: Jan Philipp Stoffers

Neuruppin. Während die Europameisterschaft in Frankreich derzeit noch in vollem Gange ist, steigen die ersten Profimannschaften in Deutschland bereits in ihre Saisonvorbereitung ein. Bis es im Liga- und Pokalbetrieb ab August wieder ernst wird, gilt es, die Mannschaften fit zu kriegen, neue Spieler zu integrieren und Technik und Taktik zu verinnerlichen. Für einige Teams führt der Weg in der Vorbereitung über Neuruppin. Neben etablierten Sommerquartieren wie in Österreich oder der Türkei hat sich auch die Fontanestadt in den letzten Jahren zu einem Ziel für Profifußballer entwickelt. Seit Sonntag gastiert Dynamo Dresden in Neuruppin, Werder Bremen kommt Mitte Juli bereits zum zweiten Mal in Folge und auch der spanische Erstligist Betis Sevilla wird im Volksparkstadion eine Reihe von Trainingseinheiten bestreiten. Wird die Fontanestadt nun neben einer Kultur- auch eine Fußballhochburg?

Fest steht, dass die Hanseaten mit den Verhältnissen im Vorjahr nach eigener Aussage hochzufrieden waren. „Der Trainerstab und die Spieler waren von der Gastfreundschaft und den Bedingungen im vergangenen Jahr sehr angetan“, sagte Geschäftsführer Frank Baumann unlängst. Doch was genau macht Neuruppin als Standort für die Saisonvorbereitung eigentlich so attraktiv? Wie genau sehen die „Bedingungen“ eines Bundesligisten aus? „Bei der Wahl [des Ortes für das Trainingslager] steht die Qualität der Trainingsmöglichkeiten natürlich an erster Stelle“, heißt es von Seiten des Vereins. „Dazu zählt neben guten Trainingsplätzen auch ein angenehmes Hotel mit ausreichend Platz, in dem sich die Spieler von der hohen Belastung erholen können und Zeugwarte sowie Physiotherapeuten vorzügliche Arbeitsbedingungen vorfinden. Ebenso ist bei der Auswahl des Hotels der Spa-Bereich für die Erholung und ein gut ausgestatteter Kraftraum von großer Bedeutung. Das Hotel in Neuruppin bietet diese Bedingungen in jeder Hinsicht.“ Zustande gekommen ist der Kontakt über die Agentur Match IQ, die sich darauf spezialisiert hat, namhaften Fußballclubs bei der Organisation von Trainingslagern unter die Arme zu greifen.

Ansprechpartner vom MSV Neuruppin

Gleichzeitig ist bei den Abläufen vor Ort der MSV Neuruppin stark involviert. Auf ehrenamtlicher Basis ordnet der Verein beispielsweise für jede Trainingseinheit einen Ansprechpartner ab, rund um die Testspiele im Volksparkstadion ist eine ganze Reihe von Helfern beteiligt. Dieses Miteinander unter Fußballkollegen schätzt man bei Werder Bremen. Man arbeite „in Neuruppin mit sehr hilfsbereiten und kompetenten Kollegen aus dem Verein zusammen“, heißt es von Seiten der Hanseaten. Für MSV-Präsident Jochen Thormeyer ist das Lob der Vereine eine Bestätigung für die eigenen Anstrengungen. Die Unterstützung der Profis sei ein „Riesenaufwand, den wir gerne machen“, so Thormeyer. Letztlich sei das Ganze nur in guter Zusammenarbeit zu realisieren – in diesem Fall zwischen dem Resort, der Agentur und den Vereinen. Thormeyer sieht im Zuspruch der Fußballer auch „aktive Marketingarbeit für das Territorium. Wir repräsentieren die Stadt Neuruppin marketingtechnisch“, sagt der Präsident.

An der Weser nennt man übrigens noch einen Punkt, der für Neuruppin spricht: „Werder Bremen hat speziell im näheren Umkreis zu Berlin sehr hohe Sympathiewerte und eine große Anhängerschaft und im Trainingslager wollen wir dort auch mit unseren Fans in Kontakt treten.“ – Das klingt nach guten Nachrichten für alle Fußball-Fans.

Von Mischa Karth

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