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Neuruppin blickt nach Berlin

Union und SPD verhandeln über Prioritäten beim Autobahnausbau Neuruppin blickt nach Berlin

Wie schnell der sechsspurige Ausbau der Autobahn 24 bei Neuruppin vorankommt, hängt auch von den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD in Berlin ab. Die Parteien müssen prüfen, welchen Schwerpunkt sie beim Straßenbau setzen wollen.

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Die Bauarbeiten an der neuen Autobahnbrücke an der Abfahrt Neuruppin-Süd gehen gut voran, dauern aber noch bis Mitte 2016.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Auch wenn die neue Autobahnbrücke an der Abfahrt Neuruppin Süd deutlich Gestalt annimmt, wird es noch Monate dauern, bis die Baustelle verschwindet. Die Auffahrt in Richtung Hamburg bleibt bis Jahresende gesperrt, die Abfahrt Richtung Berlin bis April 2014. Immerhin gibt es keine Verzögerungen. "Wir liegen gut im Zeitplan", sagt Thomas Schütt, der beim Landesbetrieb für Straßenwesen Autobahnbaustellen überwacht.

Die neue Brücke muss gebaut werden, weil die alte marode und zu schmal ist, wenn die A24 auf sechs Spuren verbreitert wird. Wann die Autobahn allerdings ausgebaut wird, ist unklar. "Wir haben zwar im gesamten Bereich vom Dreieck Havelland bis Neuruppin Süd Baurecht ‒ aber immer noch keine Geldzusage", sagt Thomas Schütt. Im Moment sei es "völlig offen", wann die Mittel fließen. "Derzeit laufen ja beim Bund noch die Koalitionsverhandlungen. Die Parteien verständigen sich auch darüber, wo sie beim Straßenbau in den nächsten Jahren Schwerpunkte setzen", sagt der Dezernatsleiter.

Dass das A-24-Projekt gestrichen wird, glaubt er nicht. "Die Strecke kommt in die Jahre und müsste, wenn sie nicht ausgebaut wird, erneuert werden", erklärt der Experte. "Es wäre unwirtschaftlich, die Autobahn zu sanieren, ohne sie gleichzeitig zu verbreitern." Die Kosten für den Ausbau liegen laut Schütt im dreistelligen Millionenbereich.

Konkurrenz bekommt die A24 durch die Pläne für den Abschnitt der A10 zwischen der Abfahrt Oberkrämer und dem Dreieck Pankow. "Wir haben auf beiden Strecken den ungefähr gleichen baulichen Zustand, aber eine eindeutig höhere Verkehrsbelastung auf der A10", sagt Thomas Schütt. Zwar gebe es auf diesem Abschnitt noch kein Baurecht. "Wenn es aber kommt, dann liegt der Fokus auf jeden Fall erst einmal auf der berlinnahen Verbindung."

Offen ist ebenfalls, wann die Abfahrt Fehrbellin angefasst wird. Dort sollen zwei Kreisel entstehen, um die gefährlichen Kreuzungen an den Autobahnzufahrten zu entschärfen. "Auch dafür haben wir Baurecht, aber kein Geld", sagt Thomas Schütt. Er rechnet damit, dass die Arbeiten an dieser Abfahrt zeitgleich mit dem Autobahnausbau erledigt werden. "In Neuruppin zwang uns der Zustand der Brücke, früher zu handeln", so Schütt. In Fehrbellin sei das nicht der Fall.

Welche Autobahnen und Bundesstraßen in den nächsten Jahren ausgebaut werden sollen, steht im sogenannten Bundesverkehrswegeplan. Der bisherige stammt aus dem Jahr 2004. Schon darin war der Ausbau der A24 vorgesehen. Das Land Brandenburg hat die weitere Verbreiterung der Autobahn auch für den neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet, der jetzt diskutiert wird. Alle Bundesländer zusammen fordern vom Bund jedoch Geld für rund 1600 Straßenbauprojekte. Wahrscheinlich wird der Bundestag erst 2015 abstimmen, welche Vorhaben auf der Liste bleiben.

Von Celina Aniol und Reyk Grunow

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