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Neuruppin ehrt seine Sportler

Neujahrsempfang Neuruppin ehrt seine Sportler

Der Neuruppiner Ruderclub wurde am Freitagabend in der Neuruppiner Pfarrkirche mit einer besonderen Auszeichnung bedacht. Der Club und alle anderen Sportler der Stadt standen diesmal im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Stadt. Bürgermeister Jens-Peter Golde dankte ihnen für ihr Engagement.

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Die Ex-Puhdys Dieter „Quaster“ Hertrampf und Peter Rasym sorgten dafür, dass beim Neujahrsempfang nicht nur geredet wurde.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Große Ehre für die Sportler von Neuruppin: Die Fontane­stadt zeichnet den Neuruppiner Ruderclub (NRC) für seinen unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl mit der Ehrenmedaille der Stadt aus. Bürgermeister Jens-Peter Golde und Brandenburgs Sport-Staatssekretär Thomas Drescher übergaben die Auszeichnung am Freitagabend beim Neujahrsempfang der Stadt in der Neuruppiner Pfarrkirche.

Mit der Ehrenmedaille wollen die Stadtverordneten die „herausragende Stellung des NRC im sportlichen und sozialen Bereich“ würdigen, hieß es in der Laudatio. Insbesondere bei der Vorbereitung der jährlichen Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ hat sich der Verein durch seinen außerordentlichen Einsatz enorm verdient gemacht. 2008 war die Regatta in Neuruppin mit 62 Mannschaften gestartet – 2017 gingen bereits 101 Ruderteams aus ganz Deutschland an den Start. Die aufwändige Vorbereitung und das Training liegen weitgehend in den Händen des NRC.

„Rudern gegen Krebs“ ist eine Benefizveranstaltung zugunsten von Sportprojekten für Krebspatienten. In ganz Deutschland finden ähnliche Regatten statt – in Neuruppin ist die Idee dank NRC aber so erfolgreich wie kaum irgendwo sonst. Präsidentin Antje Schulz hatte am Freitagabend ein Dutzend weiterer Mitglieder ihres Vereins mitgebracht. Möglichst viele sollten an der Auszeichnung teilhaben. „Das ist schließlich eine Leistung aller“, sagte sie gerührt.

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Beim Neujahrsempfang der Stadt Neuruppin standen in diesem Jahr die Sportler im Mittelpunkt. Stellvertretend für alle Sportvereine der Stadt wurde der Neuruppiner Ruderclub mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet.

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Bürgermeister Golde und Stadtverordnetenvorsteher Gerd Klier widmen ihren Empfang Anfang des Jahres jeweils einem Thema. In diesem Jahr standen die Neuruppiner Sportler im Mittelpunkt. Die Auszeichnung für den NRC mit seinen rund 160 Mitgliedern war stellvertretend für alle Sportvereine in Neuruppin gemeint. „Oft schmücken wir uns als Fontanestadt, Kulturstadt oder Universitätsstadt“, fasste es Jens-Peter Golde zusammen. „Wir betonen die Bedeutung der Bildung und der Wirtschaft.“ Dass Neuruppin auch eine Sportstadt ist, gehe manchmal unter.

Dabei sind fast 5000 Neuruppiner Mitglied in einem der Sportvereine. Die 45 Vereine in Neuruppin bieten 37 verschiedene Sportarten an. In ganz Ostprignitz-Ruppin gibt es etwa 160 Sportvereine mit annähernd 13 000 Mitgliedern. Etwa 38 Prozent aller organisierten Sportler im Landkreis sind in Neuruppiner Vereinen aktiv.

Für Daniel Tripke vom Kreissportbund Ostprignitz-Ruppin ist damit klar, dass Sport mehr als Bewegung ist: „Sport hat eine bedeutende soziale Funktion für unsere Stadtgesellschaft“ Etwa ein Drittel der Sieben- bis 14-Jährigen ist Mitglied in wenigstens einem Sportverein. Durch den Sport lernen die Kinder und Jugendlichen, worauf es im Umgang mit anderen Menschen ankommt. „Aber Sport ist noch mehr“, sagt Tripke am Freitagabend vor den etwa 400 Gästen des Neujahrsempfangs in der Pfarrkirche: Sport ist auch Wirtschaftskraft. Und er ist wichtig, wenn es um die Zukunft der Region geht. Sport ist ein Punkt, nach dem sich Menschen erkundigen, wenn sie überlegen, einen neuen Arbeitsplatz zu suchen und einen neuen Ort zum Leben. „Man kann auf das stolz sein, was in dieser Stadt geleistet wird“, fand Staatssekretär Drescher.

Das klappt oft nur mit Hilfe von außen: Die Neuruppiner Firma PAS übergab am Freitag 3333 Euro an den Neuruppiner Ruderclub, der Grundstock für ein neues Boot, das der Verein dringend braucht. Bis zu 15 000 Euro kostet so ein Vierer. Allein kann der NRC sich das nie leisten. Mehrfach hatte er deshalb in den vergangenen Jahren die Stadt um Hilfe gebeten. Doch 15 000 Euro Zuschuss für einen einzelnen Verein – und wenn er noch so engagiert ist: Golde sieht sich nicht in der Lage diese Summe aus der Stadtkasse zuzusagen. Dafür rief er beim Neujahrsempfang zu einer Spendenaktion auf – für den NRC und alle anderen Sportvereine.

Zu den rund 400 Gästen am Freitag gehörte auch Pavel Fojtík, Bürgermeister in Neuruppins tschechischer Partnerstadt Nymburk. In den vergangenen Jahren war es ruhig geworden in der Beziehung zwischen Neuruppin und Nymburk. Pavel Fojtík will die Partnerschaft jetzt neu beleben. Drei Tage lang war er in Neuruppin, um mit Golde und Klier zu besprechen, wie das gehen kann. Ein Punkt dabei: Beide Städte wollen die Beziehungen zwischen den Sportlern fördern.

Von Reyk Grunow

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