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Ostprignitz-Ruppin Neuruppin feiert Ferdinand Möhring
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin feiert Ferdinand Möhring
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00:24 20.01.2016
Unter den Gratulanten , die am Sonnabend den Komponisten Ferdinand Möhring ehrten war auch der Alt Ruppiner Möhringchor Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Als Komponist, Kantor, Organist und Chorleiter erwarb sich Ferdinand Möhring im 19. Jahrhundert Achtung und Anerkennung in ganz Deutschland. „Hätte es damals eine Hitparade gegeben, so wäre Möhring sicher in den Charts gelandet“, sagte Moritz Puschke am Sonnabend in seinem Grußwort. Der Geschäftsführer des Deutschen Chorverbandes eröffnete in der vollen Neuruppiner Pfarrkirche das Szenische Chorkonzert zum 200. Geburtstag Ferdinand Möhrings.

Die Veranstaltung, zu deren Gelingen auch drei Neuruppiner Chöre beitrugen, war von langer Hand geplant. Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Journalistin und Filmemacherin Uta Greschner. Ein Beitrag in der RBB-Sendung „Theodor“ hatte den Anstoß dazu gegeben, sich ausführlicher mit dem Leben und Wirken des Romantikers zu beschäftigen, vergessene Kompositionen zu Tage zu fördern und zu Ehren des gebürtigen Alt Ruppiners ein Chorkonzert zu organisieren. Unter den Mitstreitern, die Uta Greschner bei ihrem Projekt hilfreich zur Seite standen, waren unter anderen Alt Ruppins Ortsvorsteherin Heidemarie Ahlers und die Vizepräsidentin des Deutschen Musikrates Ulrike Liedtke , die vielen Neuruppinern aus ihrer Zeit als Direktorin der Musikakademie Rheinsberg bekannt ist.

Geboren wurde Ferdinand Möhring am 18. Januar 1816. Sein Geburtshaus steht in der Breiten Straße in Alt Ruppin. Bereits als Knabe zeigte er eine Begabung zum Orgelspiel. In der Alt Ruppiner Nikolai-Kirche übte er und übernahm gelegentlich die musikalische Gestaltung der Gottesdienste. Weniger erfolgreich war hingegen sein Besuch des Neuruppiner Gymnasiums. Wegen der unüberwindbaren Abneigung für das Lateinische, wechselte er ohne Abitur zur Berliner Gewerbeschule. Doch die Liebe zur Musik war stärker. Mit dem Eintritt in das Institut für Kirchenmusik begann seine Laufbahn als Organist und Komponist.

Tobias Berndt sang Lieder aus Möhrings Saarbrücker Zeit Quelle: Cornelia Felsch

Am Sonnabend erklangen seine romantischen Lieder, gesungen vom Märkischen Jugendchor des Schinkelgymnasiums, dem Neuruppiner A-capella-Chor und natürlich dem Alt Ruppiner Möhringchor, der 1873 gegründet wurde und seit 1904 den Namen des Komponisten trägt. Möhring starb 1887 in Wiesbaden.

Thematisch gegliedert und mit Drucken und Schriftstücken auf einer großen Leinwand veranschaulicht, wurde die Festveranstaltung zu einer vielschichtigen Zeitreise durch das Leben des Alt Ruppiners. Seine Vorliebe für die Männechorbewegung und das Säbel rasseln demonstrierte das Vokalensemble „Ferdinand“ aus Greifswald mit Soldatenliedern; der Bariton Tobias Berndt sang Lieder aus Möhrings Zeit in Saarbrücken. Seiner Heimat blieb er dennoch verbunden; zur Einweihung des Schinkeldenkmals im Jahr 1883 schickte Ferdinand Möhring eine Lobeshymne. „Eine Antwort bekam er von den Ruppinern allerdings nie“, sagte Alexander Bandilla, der am Sonnabend das Leben des Komponisten Revue passieren ließ. „Die sind ruppig“, lautete damals der kurze Kommentar von Ferdinand Möhring.

Hinweis: In der Edition Rieger ist ein Buch über Ferdinand Möhring erschienen. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage einer Biografie von 1893. Am Montag um 11 Uhr findet am Möhringdenkmal in Alt Ruppin eine Ehrung statt.

Von Cornelia Felsch

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