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Neuruppin feiert sich selbst

Neujahrsempfang mit 400 Gästen Neuruppin feiert sich selbst

Neuruppin ist das Zentrum im Nordwesten Brandenburgs und wird es auch künftig sein, davon ist Neuruppins Baudezernent Arne Krohn überzeugt. „Ich glaube, uns geht es sehr gut“, meinte auch Bürgermeister Jens-Peter Golde beim Neujahrsempfang in der Pfarrkirche am Freitagabend vor knapp 400 geladenen Gästen. Trotzdem steht die Stadt vor großen Aufgaben.

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Die geladenen Gäste amüsierten sich prächtig.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Gelegenheit war günstig, besser hätte sie kaum sein können. Knapp 400 geladene Gäste waren am Freitagabend zum Neujahrsempfang der Fontane­stadt in die Pfarrkirche gekommen: Unternehmer, Künstler, Vereinschefs, Politiker. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde und sein Stellvertreter Arne Krohn ließen sich die Chance nicht entgehen, die Werbetrommel für die Fontanestadt zu rühren. Eine Stadt, die auch künftig „im Nordwesten Brandenburgs zwischen Berlin, Hamburg und Rostock das ganz wesentliche Zentrum“ sein wird, wie Baudezernent Arne Krohn überzeugt ist.

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Bürgermeister Jens-Peter Golde und Stadtverordnetenvorsteher Gerd Klier hatten Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur sowie verdiente Bürgerinnen und Bürger der Fontanestadt zum Neujahrsempfang in die Neuruppiner Kulturkirche geladen.Auch in Januar 2016 wieder eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Gespräche zu führen und sich zu informieren.

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Zusammenarbeit ist das Stichwort für die nächsten Jahre, das betonten am Freitag alle Redner heim Neujahrsempfang. Wie wichtig auch dem Land die Zusammenarbeit ist, hatte sich erst vor wenigen Monaten bei der Vergabe von Fördermitteln der Europäischen Union für die kommenden Jahre gezeigt. Erstmals hatte die Landesregierung dafür einen „Stadt-Umland-Wettbewerb“ veranstaltet. Neuruppin hatte sich gemeinsam mit seinen Umland­gemeinden Fehrbellin, Rheinsberg und den beiden Ämtern Lindow und Temnitz beworben. Mit im Boot sind auch der Landkreis, Stadtwerke, Ruppiner Kliniken und Klosterstift Lindow. Mit einem bunten Strauß an Ideen hatten sie die Landesregierung überzeugt. Das Land sagte den Gemeinden im Altkreis Neuruppin schon in der ersten Wettbewerbs­phase 14,8 Millionen Euro für die Zeit bis 2019 zu.

Reiner Schöne, die Stimme von Star-Wars-Bösewicht Darth Vader, unterhielt die Gäste

Reiner Schöne, die Stimme von Star-Wars-Bösewicht Darth Vader, unterhielt die Gäste.

Quelle: Peter Geisler

Das Geld soll in die verschiedensten Projekte fließen. Neuruppin will mit Hilfe der Zuschüsse noch in diesem Jahr die Uferpromenade vom Seetorviertel unter dem Seedamm hindurch bis zur Anbindung an den Weg nach Alt Ruppin weiterbauen. Ein weiteres wichtiges Projekt für die Fontane­stadt ist der Ausbau der Karl-Marx-Straße zwischen Fontanedenkmal und Schlossgarten. Mit dem Umbau soll sich vor allem der Zustand für Fußgänger und Radfahrer verbessern, erklärte Krohn. Er setzt dabei ganz klar auch auf die Hilfe des Landes – das müsste endlich die marode Straße des Friedens sanieren. Für sein „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das Land Brandenburg sich mit dem Zustand einer solchen Landesstraße dauerhaft zufrieden gibt“ bekam der Baudezernent Applaus aus dem gesamten Saal. Das mag auch an seiner Begleitung gelegen haben. Der Schauspieler, Synchronsprecher und Liedermacher Reiner Schöne hatte sich spontan entschieden, Krohns Fördermittelvortrag mit Gitarrenklängen aufzulockern. Neben Reiner Schöne hatte Neuruppins Kulturorganisator Andreas Vockrodt auch die Band der Sängerin Ulla Meinecke für den Neujahrsempfang nach Neuruppin holen können. Reiner Schöne und Ulla Meinecke geben in diesem Jahr Konzerte in der Pfarrkirche: Reiner Schöne im Oktober, Ulla Meinecke samt Band schon im April.

Wichtige Rolle im Fontane-Jubiläumsjahr

Kultur spielt in Neuruppin eine wichtige Rolle. Sie soll auf jeden Fall gestärkt werden – gerade mit dem Blick auf das große Fontane-Jubiläumsjahr 2019, bei dem Neuruppin eine wichtige Rolle spielen will. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt. Die Stadt steht „vor dem Spagat zwischen Verbesserung der Infrastruktur, Kultur und Lebensqualität“, sagte Bürgermeister Golde. Für ihn ist Neuruppin auch nach innen stärker auf Zusammenarbeit angewiesen. Die Stadt ist zu groß, um alles mit öffentlichen Geld zu schaffen: „Wir können bei mehr als 300 Quadratmetern Fläche nicht alles alleine leisten.“ Grund zum Klagen sieht Golde keinesfalls: „Ich glaube, es geht uns sehr gut.“ Betrachtet man die Ereignisse andernorts, dann findet er: „Neuruppin lebt auf der Insel der Glückseligkeit.“

Von Reyk Grunow

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